© Andrusio Michael

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02/13/2020

MG ZS EV: Was kann das Elektro-SUV aus China?

Erste Ausfahrt mit dem MG, der nun in Österreich zu haben ist.

von Michael Andrusio

An den Namen werden sich sicher noch viele erinnern. MG stand einst für einfache und puristische Sportwagen aus Großbritannien – und das vorzugsweise ohne Dach. Das war einmal. Mittlerweile gehört MG den Chinesen (siehe dazu Geschichte unten) – und jetzt sind Fahrzeuge mit dem Markennamen MG wieder in Österreich zu haben.

Die Firma Frey, hierzulande für den Handel mit Autos der Marke Toyota und auch als Importeur für Aston Martin bekannt, bringt den MG ZS EV nach Österreich.

Was ist das für ein Auto? Nun, mit den „klassischen“ MG-Sportwagen hat der ZS EV nichts mehr zu tun. Vielmehr ist dies ein SUV von überschaubarer Größe (wir reden von 4,31 Metern Länge) und es fährt elektrisch. Die MG, die ihren Weg von China nach Europa finden, fahren nur mehr elektrisch und Österreich ist der dritte Markt in Europa, der mit den Elektroautos aus China versorgt wird.

Der Elektromotor des ZS leistet 105 kW, das sind 143 PS. Das reicht, um mit dem Elektro-SUV flott durch die Lande zu stromern. Die Beschleunigung ist – so wie man das von Elektroautos kennt – heftig und mit 140 km/h Spitze schmiegt sich der MG genau an das (bald gekippte) Tempolimit auf den Autobahnen an.

Bei Elektroautos interessiert natürlich aber vor allem ein Wert: die Reichweite: 263 Kilometer bringt der ZS (nach WLTP), das ist natürlich überschaubar. Wird für viele, die täglich nicht mehr als 100 Kilometer fahren ausreichend sein, längere Ausfahrten werden eher einer entsprechend generalstabsmäßigen Planung bedürfen – aber das werden wir uns im Rahmen von intensiveren Tests ansehen.

Erster Eindruck

Bei unserer ersten Ausfahrt hinterließ der MG ZS einen soliden und guten Eindruck. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen, ebenso wenig am Fahrverhalten und an der Bedienung. Gewöhnungsbedürftig ist lediglich die Regelung der Klimaanlage, diesbezüglich muss man rote bzw. blaue Balken feinjustieren, die gewünschte Temperatur in Zahlen zeigt der Chinese nicht.


Dagegen beherrscht er eine Abstufung der Rekuperation. Mittels Kippschalter an der Mittelkonsole wählt man aus drei Stufen und dann verzögert der MG stärker oder schwächer, wenn man das Gaspedal lupft.

 

Ausreichend Platz findet sich im Kofferraum, im Abteil darunter ist fein säuberlich das Ladekabel untergebracht. Serienmäßig hat der ZS einen Stecker für die Haushaltssteckdose, ein Type 2 auf Type 2 Anschlusskabel gibt’s optional und selbiges verkürzt die Ladezeit auf 40 Minuten (für 80 % der Batterieladung). Überhaupt gibt es nur zwei Aufpreisposten: Type 2 Ladekabel für 210 Euro und Metallic-Lackierung für 650 Euro. Sonst hat man die Wahl zwischen zwei Ausstattungslinien (Comfort und Luxury) und fünf Farben. Das vereinfacht die Lagerhaltung ungemein und laut SAIC-Vertriebspartner Frey ist das gewünschte Auto im Optimalfall in 24 Stunden da.

 

Bild links: © Andrusio Michael

Bild rechts: © Michael Andrusio

Übrigens übernimmt Frey e-Motion auch den Papierkram für die diversen Förderungen für den Kunden. Damit zu den Preisen: Der ZS EV kostet als Comfort ab € 31.790,- und als Luxury ab € 33.790,-. Die ersten Autos wurden bereits an Kunden ausgeliefert.