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Vorstellung
07/09/2014

Mini Countryman&Paceman: Die ungleichen Zwillinge

Erste Ausfahrt mit den überarbeiteten Versionen von Mini Countryman und Mini Paceman.

„Ich fahre einen Mini!“ Das reichte früher und fast jeder wusste was gemeint war. Nach der Vorstellung des neuen Mini 2001, folgten mehrere Ableger nach dem Motto: Jeder Nische ihr Mini. Daher ist die oben genannte Aussage nicht mehr wirklich selbsterklärend. Eine höchst erfolgreiche Version des Mini – weil größer, 5-türig, SUV-mäßig und sehr hübsch – ist der 2010 präsentierte Mini Countryman, welcher seither eines der meistverkauften Modelle ist (350.000 Stück weltweit). Die 2012 nachgereichte Coupé-Version namens Paceman tut sich mit den Absatzzahlen erwartungsgemäß beträchtlich schwerer, ist aber auch deutlich exquisiter positioniert. Die groben Unterschiede: Der Paceman muss mit drei Türen und zwei Einzelsitzen hinten auskommen und hat horizontale Rückleuchten. Dafür kostet er aber auch nicht mehr, sondern genau gleich viel wie der praktischere aber weniger lifestylige Countryman.

Seit Anfang Juli können beide Zeitgenossen in überarbeiteter Form geordert werden: Neben den üblichen Neuerungen an Kühlergrill, Alufelgen und Außenfarben, fallen im Innenraum vor allem die verbesserte Geräuschdämmung sowie neugestaltete Anzeigen und die Option auf Klavierlack auf. Das Navigations- und Unterhaltungssystem wird über einen gut positionierten Dreh- und Schieberegler in der Mittelkonsole gesteuert. Es bedarf ein wenig Übung bis man es durchschaut hat, aber nach kurzer Eingewöhnung geht es dann doch locker von der Hand. Als Option kann man sich LED-basierte Nebelscheinwerfer und Tagfahrlicht bestellen.

Technisch sind die ungleichen Zwillinge gut aufgestellt: Das straffe Fahrwerk bietet mit der sehr direkten Lenkung das für Mini typische Gokart-Feeling in leicht abgeschwächter Form. Der Countryman bietet sieben 4-Zylinder-Motoren: vier Benziner (98 bis 218 PS) und drei Diesel (90 bis 143 PS). Alle Motoren sind natürlich sparsamer als zuvor und erfüllen die Abgasnorm Euro-6. Die jeweils Schwächsten können als einzige nicht im Paceman geordert werden und auch nicht mit Allrad oder 6-Gang-Automatik kombiniert werden. Serienmäßig kommen beide Mini-Derivate mit einer knackigen 6-Gang-Schaltung und Vorderradantrieb daher. Erste Kilometer am Steuer der 190- und 218-PS-starken Benziner zauberten allen TeilnehmerInnen ein Lächeln ins Gesicht. Aber auch die schwächeren Aggregate werden für viel Fahrspaß sorgen und der Vernuft sei Dank den Großteil der Bestellungen ausmachen.

Erste Exemplare sind bereits bei den Händlern und können ab 21.090,- € mit nach Hause genommen werden. Es empfiehlt sich allerdings noch einen Blick in die Aufpreisliste zu werfen. Das eine oder andere Kreuzerl in ebendieser wird den Freude am eigenen Mini wohl nach steigern können.

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