a203223_medium.jpg

© Audi

News
09/10/2020

Mit der Kraft von drei Elektromotoren: Audi e-tron S

Der bislang stärkste e-tron leistet bis zu 370 kW und ist auch als Sportback zu haben.

von Michael Andrusio

Audi erweitert das Antriebsangebot für das Elektroauto e-tron. Bislang gab es den e-tron als 50 und 55 (mit 230 bzw. 300 kW). Mit dem e-tron S setzt man nun noch einen oben d'rauf.

Technische Besonderheit des e-tron ist, dass hier gleich drei Elektromotoren am Werk sind. Dabei griffen die Audi-Entwickler auf bestehende Aggregate zurück. Jener Motor, der im e-tron 55 die Hinterachse antreibt, wird im S vorne eingebaut. Und der Motor, der vorne war, arbeitet im e-tron S in doppelter Ausführung an der Hinterachse. 

Macht in Summe 370 kW bzw. 503 PS (bei einem Drehmoment von 973 Nm) - wobei diese Spitzenleistung als Boost für maximal acht Sekunden bereit steht. Jedenfalls beschleunigt der e-tron S in 4,5 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Spitze von 210 km/h.

a203264_medium.jpg

Im normalen Fahrbetrieb arbeiten nur die beiden Motoren an der Hinterachse, nur wenn die volle Leistung gefragt ist bzw. Traktion nötig wird, schaltet sich der E-Motor vorne dazu.

Der nötige Strom wird wie beim e-tron 55 in einem 95 kWh-Akku gespeichert (davon sind 91 Prozent nutzbar). Das soll für eine Reichweite von 364 Kilometern (nach WLTP) bzw. 370 Kilometern im Sportback-Modell gut sein.

Zum elektrischen Allradantrieb kommt nun das elektrische Torque Vectoring: Jeder der hinteren E-Motoren schickt die Antriebsmomente über ein Eingang-Getriebe direkt auf das jeweilige Rad, ein mechanisches Differenzial existiert nicht mehr. 

a203159_medium.jpg

Übrigens stellt der S sein Mehr an Kraft auch optisch zur Schau. Verglichen mit den anderen Modellen ist er um fünf Zentimeter breiter (dank 23 Millimeter breiterer Radläufe auf beiden Seiten). Dazu rollen die S-Modelle serienmäßig auf 20-Zoll-Rädern - mit 285 Millimeter breiten Reifen. Auf Wunsch gibt es Räder in 21 Zoll, 22-Zoll-Räder folgen später.

Um dennoch auf gute Aerodynamik-Werte zu kommen setzt Audi auf durchströmte Radlaufverbreiterungen. Dazu kommt ein steuerbarer Kühllufteinlass mit Kanälen zur Kühlung der vorderen Radbremsen, der so oft wie möglich geschlossen bleibt.

a203174_large.jpg

Wie der e-tron 50 und 55 ist auch der S auch als fescher Sportback zu haben. Marktstart ist im Herbst. Preise gibt es für Österreich noch keine. Zum Vergleich: In Deutschland kostet der S um 24.000 Euro mehr als der normale e-tron.

 

Kommentare