FILE PHOTO: FILE PHOTO: Henrik Fisker, CEO of electric-vehicle maker Fisker Inc introduces the Ronin sports car in Huntington Beach, California

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Mit "Designed in California. Made in Austria" will Fisker die Kurve kratzen

Henrik Fisker meldet sich persönlich zu Wort: Warum vergangenes Jahr so wenig Autos produziert wurden, der Aktienkurs strauchelt und er trotzdem an seine Vision glaubt

von Sandra Baierl

01/11/2024, 06:48 PM

Viel wurde in den vergangenen Wochen über Fisker spekuliert: Warum wurde die Produktion massiv gedrosselt und kommen so wenige Autos auf die Straße? Im vergangenen Jahr 2023 hat Fisker lediglich 10.000 Fahrzeuge des Ocean abgesetzt, 40.000 waren angestrebt. Und  was ist los mit dem Aktienkurs, der im vergangenen Jahr um mehr als 85 Prozent gefallen ist und in diesen Tagen ein Allzeittief (rund um einen Euro) erreicht hat?

Nun hat sich Henrik Fisker, Gründer und Chef des gleichnamigen kalifornischen Auto-Start-ups, das bei Magna Steyr produziert, in einem Videocall mit einer Handvoll Journalisten persönlich zu Wort gemeldet. Und auch, wenn er ausschließlich über seine Lieblingsthemen Nachhaltigkeit und über den Bau von "emotionalen Autos" reden will, ließ er sich doch auch auf kritische Frage ein. 

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Henrik Fisker zu den geringen Stückzahlen, die 2023 im Werk Magna Steyr produziert wurden: 
"Wir sind nicht der einzige Autohersteller, der unter den Zielvorgaben produziert hat. Das sind immer noch Corona-Nachwirkungen und außerdem hatten wir Probleme mit Zulieferern. Ein Hersteller aus Deutschland konnte nicht mehr liefern, weshalb die Produktion gelitten hat. Aber diese Probleme sind für 2024 gelöst und wir machen weiter wie geplant."

Henrik Fisker zum Aktienkurs-Allzeittief, das diese Woche erreicht wurde (etwa ein Euro pro Aktie):
"Sie wissen, dass ich zum Aktienkurs nicht viel sagen werde. Nur so viel: Die Shortseller machen uns das Leben schwer und wetten gegen uns. Das sind Börsenspiele und schwierige Mechanismen."

Traders work on the floor of the NYSE in New York

Henrik Fisker zur neuen Händler-Strategie: 
"Wir werden unsere Distributions-Strategie verändern und in Zukunft doch auf Händler setzen. Dazu werden wir noch im ersten Quartal 45 bis 50 Händler in den USA und in Europa nominieren. Denn: Die Autos müssen näher zu den Menschen. Wir brauchen mehr Möglichkeiten, um den Ocean für Testfahrten anzubieten. Denn unsere Abschlussrate nach Testfahrten ist groß: 80 Prozent der Testfahrer bestellen tatsächlich ein Auto bei uns. Hinzu kommt, dass die Early Adopters versorgt sind, aber wir für die Masse näher an die Kunden rücken müssen". 

US-TRANSPORT-ENERGY-AUTO-FISKER

Henrik Fisker zum Design und der Verwechslung des Ocean mit Chinaware:
"Wir haben ein globales Design - ein Auto, designt für die ganze Welt. Weshalb oft angenommen wird, dass unsere Autos aus China kommen. Wir starten deshalb jetzt eine Kampagne, wo wir stärker erklären, wer wir sind: "Designed in California. Made in Austria" - das werden wir in Zukunft stärker betonen". 

Henrik Fiskers Vision für eine saubere Zukunft für alle. 
"Wir wollen es tatsächlich tun – indem wir nachhaltige und emotionale Fahrzeuge produzieren", heißt es. Dafür will man alle Bereiche auf Nachhaltigkeit drehen - von den Rohstoffen bis zur Anlieferung der Autos. Denn: "Ein Automobil ist das komplexeste Konsumgut, das Menschen kaufen - und teuer außerdem". Jedes Auto muss zumindest vier einmalige Features haben - beim Ocean sind das die Reichweite von über 700 Kilometer, das Solardach, welches Strom produziert; der Touchscreen, der sich dreht; der California Mode, wo man auf Knopfdruck alle Fenster gleichzeitig senken kann, inklusive Heckfenster." 

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