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05.12.2011

Motor-Magie: Jaguar E-Type

© Bild: Werk

Austin Powers, Brigitte Bardot & Steve McQueen fuhren auf ihn ab. Vor 50 Jahren debütierte der spektakuläre Sportwagen beim Internationalen Auto-Salon in Genf.

Die Lollo könnte zwei Fuß neben ihm im Bikini auf dem Zaun sitzen, ich würde sie nicht bemerken", schrieb Autopoet Fritz B. Busch einst in der auto, motor und sport. Auch 50 Jahre danach nimmt der E-Type auf dem Boulevard der Träume eine Sonderstellung ein: urbritisch, mit 241 km/h superschnell und mit der schönsten Haube versehen, die je einen Motor geschmückt hat.

Als der Sportwagen vor 50 Jahren auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde, war das Publikum hin und weg. Diese Proportionen! Dieses Gesicht! Kein Wunder, dass sich die Abteilung Schön & Reich von Anfang an um diese flache Raubkatze riss. Brigitte Bardot, Steve McQueen, Tony Curtis und ManU-Goalgetter George Best besaßen einen.

Ob Cabrio oder Coupé, dieser Jaguar ist noch immer ein absoluter Hingucker. Man braucht nur zu schauen, wie viele Hälse sich verrenken, wenn Wolfgang Böck im schwarzen E-Type die alljährliche Oldtimerfahrt zu den Schloss-Spielen Kobersdorf anführt.

Gut erhaltene Exemplare werden kaum unter 80.000 Euro gehandelt. Wer zuschlägt, sollte aber eines bedenken: "Dieses Auto ist mit einer Flasche Whisky vergleichbar, mit der man einen Mann alleine lässt. Er muss entweder die Größe haben, sich zu beherrschen, sie also nicht hinunterzustürzen - oder die Routine und die Reife, sie wirklich verkraften zu können. Ein Greenhorn söffe sich einen Katzenjammer an." (Fritz B. Busch, 1961)

Steckbrief

Baujahr: 1961-1975
Hubraum: 3.781-5.343 ccm
Leistung: 210-269 PS
Höchstgeschwindigkeit: 241 km/h

Insgesamt hergestellt: 72.520 Stück
Vorgänger: Jaguar XK 150
Nachfolger: Jaguar XJS