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02/05/2020

Neuer Audi A3: Erste Kilometer mit dem Prototypen des S3

Noch bevor der neue A3 in Genf sein Debut gibt, hatten wir Gelegenheit die neue Generation als S3 zu fahren.

von Michael Andrusio

Die große Premiere findet anlässlich des Genfer Autosalons Anfang März statt. Dann wird der neue Audi A3 in seiner ganzen Pracht der Öffentlichkeit präsentiert. Vorab durften wir aber schon mit einem Prototypen erste Kilometer abspulen.

Bei uns im Auto sitzt Lutz Herrlich, seines Zeichens für die Fahrwerksentwicklung bei Audi zuständig. Prunkstück in Sachen Fahrdynamik ist für ihn ganz klar der modulare Fahrdynamikregler. „Alle für die Querdynamik relevanten Komponenten werden in einem System erfasst. Das heißt, das System berechnet die optimalen Einstellungen für Dämpfer, das ESC und den Allradantrieb“, erklärt er. Und das passiert, sobald man am Lenkrad dreht.

Das Resultat ist ein kaum mehr auftretendes Untersteuern – sogar, wenn die Straße unter einem feucht und rutschig wird. „Die Idee ist, dass das System proaktiv agiert, also so, dass die Stabilitätskontrolle praktisch gar nicht mehr eingreifen muss“, so der Techniker.

Beeindruckende Dynamik

Das funktioniert sehr beeindruckend, vor allem, wenn man so wie wir, in der schärfsten Version des kommenden A3 Sportback unterwegs ist, dem S3. Heißt über 300 PS, die auf die Straße gebracht werden sollen.

„An und für sich hatten wir bei A3 schon ein tolles Fahrwerk, das wir noch besser machen wollten“, so Herr Herrlich. Beeindruckend auf kurvigen Straßen ist die Exaktheit der Lenkung, eine elektromechanische Progressivlenkung, unabhängig in welchem Fahrmodus man unterwegs ist. Wie man es von Audi kennt, kann man über den so genannten Drive Select Regler verschiedene Fahrmodi wählen: Auto, Comfort, Efficiency, Dynamic und Individual stehen zur Wahl. Im Dynamikmodus wird die adaptive Dämpferregeling sehr straff abgestimmt und Versäumnisse der Straßenmeisterei werden hier relativ unvermittelt ins Wageninnere gemorst, während der Comfort-Modus angenehm kalmierend wirkt. Überhaupt fällt uns auch auf, dass die Spreizung der verschiedenen Fahrmodi sehr deutlich ausgefallen ist. Auch ein Ziel der Fahrwerksentwickler, unter das Herr Herrlich getrost ein Hakerl machen kann.

Klar, viel Technik teilt man sich mit dem VW Golf, aber unter anderem hat Audi das Thema Federung/Dämpfung selber in die Hand genommen. Lutz Herrlich weist auch noch auf die 19-Zoll-Perfomance Reifen (von Bridgestone) hin, auf denen unser Test-S3 abrollt.

Die Techniker könnten ja viel mehr erzählen, aber einiges soll noch geheim bleiben. So sollen wir über das Cockpit noch nichts berichten, aber „es ist alles viel sportlicher geworden – innen wie außen“, sagt der zuständige Baureihenleiter Jens Rückert.

Anfang März wird Audi auf dem Autosalon in Genf die Hüllen vom neuen A3 Sportback fallen lassen (innen wie außen). Auf den Markt kommt er dann bei uns im April.