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17.10.2018

Neuer BMW X7: XXXL-SUV offiziell vorgestellt

Drei Sechzylinder, sehr viel Luxus, ein Innenraum mit mehreren Postleitzahlen und die größte Niere aller Zeiten

Nach dem üblichen Studien- und Teaser-Marathon zeigt uns BMW nun seinen neuen X7 erstmals in voller Pracht. BMW verspricht für das größte X-Modell aller Zeiten "Luxus in einer neuen Dimension". Das ist wahrlich keine Übertreibung, denn mit einer Länge von 5,15 Meter und einem Radstand von 3,11 Meter lässt der X7 sogar einen Audi Q7 schmächtig wirken. Die Konkurrenten lauten hier also eher Mercedes GLS, Cadillac Escalade, Lincoln Navigator und Co., sprich: Die Kategorie "Supersize me", die vor allem Amerika so liebt.

Bemerkenswert: Ein ganzer Haufen Concept-Car-Glamour hat es von der extrem progressiv gezeichneten Studie tatsächlich auch in die Serie geschafft. Die Monumental-Front mit dem gewaltigsten Grill, den die Menschheit je sah (laut BMW die größte Niere aller Zeiten), unendlich viel Chrom und bis zu 22 Zoll große Räder verleihen dem X7 die Präsenz einer gesamten NFL-Defensive-Line. Beim Heck mit der zweigeteilten Heckklappe und dem fetten Chromstreifen zwischen den Leuchten schwingt jede Menge aktueller 7er mit. Wenig Parkhaus-tauglich: Die Breite von exakt zwei Metern und die Höhe von 1,81 Meter.

Motoren

Bevor wir zum absoluten Glanzstück des neuen X7 kommen - und ja, damit meinen wir den exorbitanten und vor Luxus strotzenden Innenraum -, lassen Sie uns zuerst noch einen Blick aufs Motorenprogramm werfen. Selbiges verwirrt vor allem dadurch, dass es für den europäischen Markt ausschließlich auf Sechszylinder setzt. Gefühlt wirkt das, als gäbe es im neuen 3er nur noch Einliter-Dreizylinder. Aber Spaß beiseite, der Benziner und die beiden Diesel (alle mit drei Liter Hubraum) werfen den Dicken schon sehr passabel nach vorne. Auf dem Papier zumindest.

Als Einstieg in die X7-Welt dient der xDrive30d mit 265 PS und 620 Nm. Von 0-100 km/h geht es hier in 7,0 Sekunden, die Vmax liegt bei 227 km/h, der Verbrauch bei 6,5 Liter. Zweitstärkster X7 ist der xDrive40i Benziner mit 340 PS und 450 Nm. 6,1 Sekunden für den Standardsprint und 245 km/h stehen hier zu Buche. Der Vebrauch 8,7 Liter.

Vorläufiges Topmodell ist der X7 M50d mit Quadturbo-Diesel, 400 PS und 760 Nm. Er wuppt sich in 5,4 Sekunden auf 100 km/h und schafft 250 km/h Spitze. All das bei 7,0 Liter im Schnitt. Andere Märkte beglückt BMW übrigens zusätzlich mit einem 4,4-Liter-Biturbo-V8 (xDrive 50i), der 462 PS und 650 Nm bringt. Mit einem Normverbrauch von 11,4 Liter und 261 g/km CO2-Ausstoß wäre er auf dem alten Kontinent aber vermutlich nicht der ganz große Imageträger.

Alle Varianten fahren mit der bekannten ZF-Achtgang-Automatik und Allrad. Der M50d kriegt dazu serienmäßig 21-Zöller, eine bissigere Fahrwerksabstimmung und das elektronische Hinterachs-Sportdifferenzial.

Gewicht

Das führt uns direkt zu dem spannenden Punkt, wie BMW seinen Goliath dazu bringt, BMW-konform ums Eck zu gehen. Schließlich dürfte es nicht ganz ohne sein, einem Fahrzeug mit 2.395 bis 2.535 Kilo Gewicht etwas ähnliches wie Fahrdynamik einzuimpfen. Auch der X7 steht auf der modularen CLAR-Plattform. Vorne gibt es Doppelquerlenker, hinten eine Fünflenker-Achse. Wer will, dass sich sein neues Luxus-SUV kleiner und leichter anfühlt, als es ist, kann gegen Aufpreis mit einer Hinterachslenkung und/oder einer aktiven Wankstabilisierung mit elektrischen Schwenkmotoren nachhelfen. Die Luftfederung senkt den X7 im Sportmodus bei mehr als 138 km/h um 20 mm ab. Außerdem kann man ihn im Stand um 40 mm abwärts befördern, um das Beladen zu erleichtern.

Im Gelände lässt sich der X7 auch stufenweise um bis zu 40 mm aufbocken. Wem das alleine nicht reicht, der kann optional ein Offroad-Paket buchen (nicht im M50d), das einen umfangreicheren Unterfahrschutz und vier zusätzliche Gelände-Modi beinhaltet.

Und damit rein in die gute Stube des allergrößten X-Modells. Selbige ist so riesig, dass man sich in den ersten paar Wochen womöglich das ein oder andere Mal verlaufen wird. Der X7 bietet drei Sitzreihen und maximal Platz für sieben Personen. Wer nur sechs Plätze benötigt, kriegt in Reihe Zwei auch luxuriöse Einzelsessel. BMW verspricht, dass auch die dritte Reihe kein Alibi-Platz für betont kleine Menschen ist. Erwachsene sollen dort vollwertig sitzen können, kriegen Armlehnen, Cupholder und so weiter. Ein Blick auf die Bilder scheint den Münchnern Recht zu geben. Sieht auch ganz hinten ziemlich luftig aus, das Ganze.

Alle Sitze sind grundsätzlich elektrisch einstellbar. Auch das Umklappen der zweiten und dritten Reihe erfolgt auf Knopfdruck. Ebenso das Verschieben der Reihe Zwei. In Längsrichtung gehen hier bis zu 14,5 Zentimeter und das übrigens auch vom Fahrerplatz aus. Falls Ihre Kinder also mal wieder unausstehlich sind, wissen Sie, was Sie zu tun haben.

In einem 5,15-Meter-Schiff darf man in der Regel auf königlichen Stauraum hoffen und der wird einem im X7 auch serviert. Sind alle Stühle oben, bleiben immerhin 326 Liter. Ohne Reihe Drei sind es 750. Klappt man alles um, schluckt er 2.120 Liter. Die Heckklappe ist zweigeteilt und operiert - Überraschung - ebenfalls elektrisch.

Alles, was man sich sonst noch wünschen könnte, erledigen das üppige Ambiente und die überbordenden Möglichkeiten, den X7 mit allem nur erdenklichen Luxus vollzustopfen. Serienmäßig gibt es unter anderem eine Lederausstattung (in sechs verschiedenen Farben), Sitzheizung auf allen Plätzen oder ein dreiteiliges Panorama-Glasdach der Größe Bayerns. Außerdem ab Werk dabei: BMWs neues Digital-Cockpit mit zwei 12,3-Zoll-Screens für Instrumente und Infotainment. Wie im neuen 3er verfügt es neben Touch-, Gesten- und iDrive-Bedienung auch über eine deutlich erweiterte, natürliche Sprachsteuerung und eine Art persönlichen Butler ("Hey, BMW..."), der Ihnen so gut wie alles beantwortet, was Auto-Funktionen, Ihre Reise et cetera betrifft.

Extras

Richtig freaky wird es allerdings erst bei den Extras. Diese umfassen Dinge wie BMWs Laserlicht, eine 5-Zonen-Klimaautomatik, einen Schalthebel aus Glas, Thermo-Cupholder (sie heizen und kühlen), ein Ambient Air Paket, das Ihren Innenraum mit acht verschiedenen Duftnoten besprüht oder das sogenannte Sky-Lounge-Glasdach, dass Ihnen mittels 15.000 LED-Grafikpunkten einen virtuellen Sternenhimmel in die X7-Decke zaubert. Gegen Langeweile helfen außerdem ein 1.500-Watt-Bowers&Wilkins-Soundsystem mit 20 Lautsprechern oder zwei 10,2-Zoll-Displays in den Rückenlehnen der Vordersitze.

Noch was vergessen? Ach ja, die Assistenzsysteme. Hier ist der X7 noch ein Stückchen besser, als wir das bisher von BMW kannten. Im Detail bedeutet das: Die Stop&Go-Funktion des Tempomaten fährt das Auto jetzt auch bis zu 30 Sekunden nach dem Stillstand wieder automatisch an. Außerdem gibt es eine neue Cockpit-Kamera, die ihre Kopfhaltung checkt und so überprüft, ob Sie auch schön bei der Sache sind. Sollte dem so sein, dürfen Sie Ihre Hände beim semi-autonomen Fahren nun bis zu 60 Sekunden vom Lenkrad entfernen.

Aufgrund des schieren Umfangs des X7 empfehlen sich wohl auch die umfassenden Park-, Rangier- und Rückwärtsfahr-Hilfen. Auf Wunsch parkt auch dieser BMW ein, ohne, dass Sie drin sitzen. Außerdem merkt er sich die letzten 50 Meter, die Sie vorwärts gefahren sind und fährt diesen Weg rückwärts exakt wieder zurück. Für die ganz kniffligen Situationen quasi, in die Sie bei diesen Ausmaßen öfter geraten könnten, als das bisher der Fall war.

Mit dem neuen X7 setzt BMW seine Nobel-Offensive ungebremst fort. Vermutlich mit mehr Luxus als jemals zuvor. 

Der BMW X7 ist in Österreich ab 30.März verfügbar, die Preise stehen noch nicht fest.

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BMW X7 2019

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BMW X7 2019 mit M-Sportpaket (rechts)

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