Tests 04/26/2017

Kia Rio: Fehlt nicht mehr viel zum Rio Grande

Kia Rio: Fehlt nicht mehr viel zum Rio Grande
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Der kompakte Koreaner im Test mit interessanter Dreizylinder-Motorisierung.

Dass sich beim Kia Rio einiges getan hat, sieht man ihm auf den ersten Blick an. Breiter, länger, flacher steht er vor einem da, der neue Rio von Kia. Das Auto verspricht mehr Dynamik als der Vorgänger – ohne dass der Praxisnutzen auf der Strecke geblieben wäre.

Bleiben wir gleich beim Kapitel Dynamik. Und damit sind wir bei einer interessanten und neuen Motorisierung. Wir sind den Rio mit dem 1,0-l-Turbobenziner gefahren, der mit drei Zylindern sein Auslangen findet. Bei Dreizylindern fragt man sich natürlich, wie es um die Akustik steht. Nun, nach dem Start bzw. im Leerlauf gibt auch der Kia ein dreizylindertypisches Grummeln von sich. Das gibt sich mit zunehmender Drehzahl, um bei höheren Touren, sagen wir, in kerniger Form wiederzukehren. Kia bietet den 1,0-l-Dreizylinder wahlweise mit 100 oder 120 PS an. Wir sind Letzteren gefahren und der weiß durchaus zu gefallen – Stichwort Dynamik. Der kleine Turbo liefert jederzeit Kraft und auch das 6-Gang-Getriebe passt da gut ins Bild.

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Nichts auszusetzen gibt es an der Präzision der Lenkung und das Fahrwerk hält den Rio brav auf Kurs. Nur bei kurzen Schlägen stößt die Federung an ihre Grenzen. Sonst ist der Komfort untadelig und dafür sorgen auch diverse Ausstattungs-Goodies. Genannt seien Sitz- und Lenkradheizung und dafür braucht man nicht einmal die Topausstattung nehmen (nur das Basismodell hat das nicht).

Cockpit

Die Verarbeitung ist ohne Fehl und Tadel und das Cockpit wirkt, trotz Plastik, hübsch gemacht. Wichtig für Bedienung und Information ist der Touchscreen, der logisch und einfach zu bedienen ist. Der Rio kann mit allem aufwarten, was heutzutage in Sachen Connectivity gefragt ist, das bedeutet, dass man sein Smartphone mittels Android Auto beziehungsweise Apple Car Play mit der Infotainmentzentrale des Rio in Verbindung setzen kann.

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In der Konsole unter den Schaltern hat Kia übrigens noch ein separates Fach eingezogen – mag eine Kleinigkeit sein, ist aber überaus praktisch für kleinen Krimskrams. Größerer Krimskrams findet seinen Platz im Kofferraum. Hier setzt der Rio auf einen doppelten Boden. das ist nützlich, zumal man diverse Sachen blickgeschützt lagern kann.

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Lob verdient der Rio auch dafür, dass man bei umgeklappten Rücksitzlehnen einen ebenen Laderaumboden vorfindet. In Zahlen umgelegt bedeutet dies, dass sich das Kofferraumvolumen zwischen 325 und 980 Litern bewegt. Und dank des verlängerten Radstands gibt es auch ausreichend Platz für die Fahrgäste in den hinteren Reihen.

Mit 120 PS kostet der Rio als "Gold" faire € 19.990,–.

Antrieb: 3 Zylinder, Benzin, Direkteinspritzung, 2 oben liegende Nockenwellen, 4 Ventile/Zylinder, Turbolader, Ladeluftkühler;

Hubraum: 998 cm³PS/kW: 120 PS/88 kWmaximales Drehmoment: 172 Nm bei 1500 U/min

Frontantrieb, 6-Gang-Schaltgetriebe;

Spitze 190 km/h, 0–100 in 10,2 Sekunden; Euro 6.

Fahrwerk: Selbst tragende Karosserie, vorn McPherson-Federbeine, Querlenker, Stabilisator, hinten Mehrlenkerachse, vorn/hinten Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer, Scheibenbremsen (vorn/hinten innen belüftet), Zahnstangenlenkung mit elektrischer Servounterstützung, ABS, Notbremsassistent, elektronisches Stabilitätsprogramm ( ESP).

Maße (L x B x H): 4065 x 1725 x 1455 mmWendekreis: 10,2 mRadstand: 2580 mmKofferraum: 325–980 lGewicht: 1129 kgGesamtgewicht: 1620 kg

Tankinhalt: 45 l

Normverbr.: 4,7 l/100 km107 g/km CO² Testverbr.: 6,8 l/100 km

Preis: 19.990 €/Preis Testwagen: 21.540 €

Motorbezogene Versicherungssteuer: 374 €

(Kurier) Erstellt am 04/26/2017