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07/03/2019

Neuer Renault Captur: Der hochgestellte Bruder des Clio

Die zweite Generation des geräumigen Renault soll Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommen.

von Maria Brandl

Renault gelingt es immer wieder, neue Segmente zu eröffnen. Ein Beispiel dafür ist der Captur, ein kleiner SUV, der 2013 startete und bisher mehr als 1, 2 Mio. Käufer fand. Zum Jahreswechsel soll die zweite Generation kommen. Einen Vorgeschmack darauf gab es vor Kurzem in Paris.

Erster Eindruck: Der Captur wurde in seinem Auftritt athletischer, einen Allradantrieb wird es aber weiterhin nicht geben.

Innen steht den Passagieren deutlich mehr Raum zur Verfügung, hinten sitzen nun auch Größere mit rund 1,8 m bequem. Grund dafür ist einerseits die um 11 cm gestiegene Länge (siehe Zusatzartikel) sowie der um 2 cm größere Radstand. Selbst fürs Gepäck bleibt mehr Platz. Dieser lässt sich dank der um 16 cm in der Länge verschiebbaren Rücksitze, die auch komplett umgelegt werden können, flexibel erweitern. Unter dem Ladeboden ist noch ein voluminöses ebenes Staufach. Die maximale ebene Ladefläche beträgt nun 1,57 m (+11 cm).

Gleiche Basis

Der neue Captur basiert wie der neue Clio auf der Multifunktionsplattform CMF-B. Diese erlaubt neben dem Antrieb mit Verbrennungsmotoren und verschiedenen Getrieben auch einen Plug-in-Hybrid, wo die Batterie zusätzlich extern an der Steckdose zu laden und eine größere elektrische Reichweite möglich ist. Beim Captur soll sie dank der Batterie mit 7,2 nutzbaren kWh rund 45 km betragen. Für den Clio ist ein Hybridantrieb ohne externes Laden vorgesehen.

Obwohl es den neuen Captur mit Diesel geben wird (siehe Zusatzartikel), soll der Plug-in-Hybrid langfristig den Dieselmotor im Captur ersetzen, so ein Renault-Techniker. Derzeit sei der Plug-in-Hybrid noch deutlich teurer, aber mittelfristig werde er nicht mehr als ein Diesel kosten, so der Techniker weiter.

Stark verändert zeigt sich der neue Captur im Cockpit, das jenen im neuen Clio und Zoe ähnelt. Der neue Captur ist vernetzt, hat digitale statt bisher analoge Anzeigen, einen riesigen Bildschirm für das Infotainment (Navigation, Multimedia etc.), aber zudem noch mechanische Regler für häufige Funktionen, was die Ablenkung vom Fahren senkt. Auch das Lenkrad wurde neu gestylt. Auf Wunsch gibt es mehrere Assistenzsysteme sowie eine große Auswahl an Farbkombinationen.

Wie sich diese Neuerungen in der Praxis bewähren, werden spätere Fahrtests zeigen. Der genaue Marktstart sowie die Preise stehen noch nicht fest.

Daten

Maße L x B x H 4228 (+110) x 1797 x 1566 mm, Radstand 2628 (+20) mm, Gewicht ab 1190 kg, Ladevolumen ab 536 l.

Antrieb Frontantrieb (kein Allrad). Motoren: Benzin-Dreizylinder mit 100 PS, Benzin-Vierzylinder mit 130 PS sowie 155 PS, Diesel-Vierzylinder mit 95 oder 115 PS, E-Tech -Plug-in-Hybrid (Kombination von 1,6-l-Benzinmotor, E-Antrieb, Lithium- Batterie mit 7,2 kWh nutzbar) ab 2020 mit ca. 45 km E-Reichweite. Getriebe: 5- oder 6-Gang-Handschalter oder 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.

Preis/Verkaufsstart Noch nicht fixiert. Anfang 2020.