News 05.12.2011

Nissan 370 Z Roadster im Fahrbericht

Nissan 370 Z Roadster im Fahrbericht
© Werk

Nissan 370 Z Roadster. Wie sich der kompromisslose Sportwagen mit einem komfortablen Automatik-Getriebe verträgt.

Er hat zwar seit seiner Premiere ein paar Ziffern im Namen - und Leistung - zugelegt, aber der Z-Roadster von Nissan zieht immer noch die Blicke auf sich.

Die kantige Erscheinung signalisiert unmissverständlich, hier kommt ein Sportwagen, der es ernst meint. Und genau so fährt er sich auch. Zumindest, wenn man das Handschaltgetriebe gewählt und entsprechend freie Bahn hat. Dann kann der Roadster alles einlösen, was seine Optik verspricht. Kurvengierig und äußerst agil dank der Kombination eines sehr straffen Fahrwerks mit einem äußerst potenten Motor, zeigt der offene 370 Z, dass es sie doch noch gibt, die nicht weichgespülten Sportler diesseits der Luxus-Grenze.

Automatik

Allerdings feiert der Japaner seine größten Verkaufserfolge zu Hause und in den USA. Beides Länder, deren Piloten es nicht so sehr haben mit Schalthebel und Kupplung - auch nicht in Sportwagen. Daher hat Nissan auch eine Automatik-Version im Programm, deren Sportlichkeit durch Schaltwippen am Lenkrad dokumentiert wird. Diese sind auch gut positioniert und leicht bedienbar, allein, was nach der Befehlsausgabe folgt, passt dann nicht mehr zum übrigen Auftritt des knackigen Roadsters. Die Schaltzeiten sind im Handbetrieb einfach zu lang und bei forcierter Gangart ruckelt es dann trotzdem beim Hinaufschalten. Da kann man sich gleich auf den Automatikbetrieb verlassen und das eigene Fahrprogramm auf "sportliches Gleiten" einstellen.

Kantige Optik, die immer noch die Blicke auf sich zieht.
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In diesem Modus passt dann wieder alles zusammen und die Harmonie zwischen Pilot und Auto wird durch andere Stärken des offenen 370 Z weiter untermauert. So etwa durch die enorme Verwindungssteifigkeit der Karosse oder die gute Sitzposition tief im Auto, die bei offenem Verdeck für geringe Zugluft sorgt und keine Gedanken an ein Windschott aufkommen lässt.

Konzentrieren sollte man sich jedoch auf erhöhte Kreuzungsplateaus - die sind wegen der geringen Bodenfreiheit des Roadsters nur mit viel Feingefühl ohne hässliche Schabgeräusche überwindbar.

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(Kurier) Erstellt am 05.12.2011