© Werk/SEBASTIEN MAUROY

News
06/11/2021

Nissan Qashqai: So fährt sich der Neue

Die neue Generation des Qashqai startet Mitte Juli. Was den Neuen auszeichnet, konnten wir bei einer ersten Ausfahrt erfahren

von Michael Andrusio

Wie wichtig der Qashqai für Nissan ist, zeigen folgende Zahlen: Vom Qashqai wurden seit 2007 fünf Millionen Exemplare verkauft, davon allein drei Millionen in Europa. Und man erklärt bei Nissan, dass der neue Qashqai überhaupt das wichtigste Modell im Zuge der Erneuerung der gesamten Modellpalette ist.

Das ist also die dritte Generation des Qashqai. Und vom Vorgänger grenzt er sich deutlich durch sein scharfkantigeres Design ab. In puncto Abmessungen hat der Qashqai Nummer drei um 35 Millimeter zugelegt und kommt nun auf 4,43 Meter. Gleichzeitig gibt es im Inneren mehr Platz, was unter anderem der neuen Basis zu verdanken ist, denn der Nissan basiert nun auf der CMF-C-Plattform des Konzerns. Und die Nissan-Entwickler werden auch nicht müde aufzulisten, wo man wie viele Kilos an Gewicht eingespart hat.

Für die Gestaltung des Armaturenbretts ließen sich die Designer vom Cockpit eines Airbus A350 inspirieren. Ergonomisch angeordnet soll alles sein und die Funktionen einfach und logisch zu bedienen. Und so ist es auch. Man hat zwar einen zentralen Touchscreen, wichtige Funktionen sind aber auf eigene Bedienelemente ausgelagert, schnell auffindbar und einfach per Knopfdruck zu steuern. Für den großen Lautstärkeregler fürs Audiosystem, der mehr an den einer HiFi-Anlage erinnert, möchte man sich gesondert beim Designteam in London (ja, dort wurde der Qashqai designt) bedanken. Wichtig für den Fahrer ist das 12,3-Zoll-TFT-Display. Das ist ab der Ausstattungslinie N-Connecta serienmäßig, in der Basis hat man aber immer noch ein 7-Zoll-Display. In den besser ausgestatteten Qashqais kann man sich Informationen in einem Head-up-Display darstellen lassen.

Kein Diesel

Nissan bietet den Qashqai nicht mehr mit Dieselmotoren an, dafür hat man 1,3-l-Benziner mit Mild-Hybrid-Unterstützung. Allerdings begnügt Nissan sich hier mit einem 12-Volt-System. Die Mild-Hybrid-Technik schaltet den Motor, wenn man rollt, bei weniger als 18 km/h ab, sorgt für ein smartes Ansprechen des Start/Stopp-Systems und kann zusätzliche 6 Nm Boost generieren. Den Motor gibt es entweder mit 140 PS und dann nur mit Schaltgetriebe und Frontantriebe oder mit 158 PS. Letzterer ist mit Schalter oder CVT-Automatik Xtronic zu haben. Mit Xtronic gibt es zudem noch die Option Allradantrieb.

So fährt sich der neue Qashqai komfortabel und souverän, wobei auch die Lenkung exakter getrimmt wurde. Mit 158 PS gibt es genug Kraft, etwas angestrengt klingt der Qashqai-Antrieb nur, wenn man das Gaspedal voll durchtritt. Wer mag, kann auch mittels Schaltwippen selber schalten. Der 140-PS-Benziner steht dem stärkeren Bruder aber um nichts nach. An den Fahrleistungen gibt es nichts auszusetzen und das Getriebe lässt sich fein schalten. Beim Verbrauch gibt es nur wenig Unterschied – er bewegt sich laut Werksangabe (WLTP) zwischen 6,3 Liter (140 PS und Schalter) und 6,5 Liter (158 Xtronic 4WD).

Interessant wird freilich eine kommende Motorisierung mit der Bezeichnung e-Power. Hier werden ein Elektromotor und ein Verbrenner kombiniert, nur dass der Verbrenner ausschließlich zur Stromerzeugung dient. Die Räder werden nur vom Elektromotor angetrieben. Der Qashqai e-Power wird Anfang nächsten Jahres verfügbar sein – zunächst mit Frontantrieb, später auch mit Allrad.

Sonst startet der neue Qashqai Mitte Juli in Österreich, die Allradversionen sind ab August verfügbar. Die Preise starten bei 26.589 Euro. Das Topmodell mit 158 PS, Xtronic, Allrad und Tekna+ Ausstattung liegt bei 45.442 Euro.

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