News 05.12.2011

Ölpreis: 111,2 US-Dollar. Weit weg vom Rekordwert

Ölpreis: 111,2 US-Dollar. Weit weg vom Rekordwert
© KURIER / Grafik

Ende in Sicht. Der Höhepunkt der globalen Erdölförderung ist fast erreicht.

Eine ständige Berg- und Talfahrt, das beschreibt den Ölpreis in den vergangenen Jahren wohl am besten. War eine Tonne Brent Anfang der 90er-Jahre für weniger als 20 US-Dollar pro Barrel (entspricht 158,98 Litern) zu haben, schoss er am 11. Juli 2008 an der Londoner Börse auf einen Rekordwert von 147,50 US-Dollar, um kurz danach wieder in die Tiefe zu rasseln. Aktuell (24. Mai 2011) liegt der Ölpreis bei 111,20 US-Dollar je Barrel.

Die für Europa wichtigste Rohölsorte Brent ist nach dem gleichnamigen Nordsee-Ölfeld benannt. Rohöl ist der bedeutendste globale Energieträger und abgesehen davon wichtiger Grundstoff bei der Herstellung von Kunststoffen, in Kosmetika und Medikamenten. Der weltweit steigenden Nachfrage - allein Chinas Nachfrage stieg zwischen 2003 und 2007 um 48,5 Prozent - steht ein begrenztes Vorkommen und damit ein stetig steigender Ölpreis (Anm.: und damit der Preis der Ölderivate Benzin und Diesel) gegenüber. Zudem wird es immer schwieriger, neue Ölvorkommen zu erschließen. Optimisten rechnen damit, dass Peak Oil, der Höhepunkt der globalen Ölförderung, spätestens 2030 erreicht ist, Pessimisten sprechen von 2015.

Spritpreise

Die Spritpreise bilden sich durch Angebot und Nachfrage am Markt, ein höhere Nachfrage wirkt tendenziell preissteigernd. Für die Tankstellen maßgeblich ist der europäische Großmarkt für Mineralölprodukte in Rotterdam. Der Zapfsäulenpreis besteht überwiegend aus Steuern und Abgaben, die nur zum Teil fixiert sind. Gemäß der derzeit gültigen Spritpreisverordnung dürfen die Kraftstoffpreise an Österreichs Tankstellen lediglich einmal pro Tag, nämlich um zwölf Uhr mittags erhöht werden. Preissenkungen sind hingegen in unbegrenzter Zahl zu jedem Zeitpunkt möglich.

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(Kurier) Erstellt am 05.12.2011