Opel Motoren

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Antriebstechnik
04/12/2013

Opel:Frische Kraft für die Zukunft

Opel beseitigt Schwachstellen und bringt neue Motoren und Getriebe.

von Horst Bauer

An den Autos selbst kann es nicht liegen. Trotz aller wirtschaftlichen Probleme konnten sich die Opel-Ingenieure in den letzten 5 Jahren über viel fachliche Anerkennung für ihre Produkte freuen, darunter zwei „Auto des Jahres“-Titel (Insignia und Ampera).

Den Antriebsentwicklern waren ob der angespannten Lage allerdings schon etwas zu lange die Hände gebunden, was zunehmend auch der Kundschaft aufgefallen ist. Gegenüber der Konkurrenz ist man da auf einigen Kerngebieten merkbar ins Hintertreffen geraten.

Das soll sich nun radikal ändern. Micky Bly, Antriebs-Entwicklungschef von General Motors Europe kann dazu endlich klare Angaben machen: „In den nächsten drei Jahren werden wir drei neue Motoren-Familien mit insgesamt dreizehn Triebwerken auf den Markt bringen.“

1,6-Liter-Turbos

Kernstück der Motoren-Offensive sind zwei Turbos mit je 1,6-Liter Hubraum. Der Benziner – genannt 1,6 SIDI Turbo – bringt es in zwei Leistungsstufen auf 170 bzw. 200 PS und ist der einzige seiner Größe auf dem Markt, in dem zwei gegenläufige Ausgleichswellen für ruhigeren Lauf sorgen. Was zunächst den Kunden des eleganten Cabrios Cascada auffallen wird, in dem der natürlich auch auf optimale Effizienz getrimmte Motor (minus 13 % Verbrauch) debütiert.

Für die Diesel-Fraktion steht mit dem 1,6 CDTI ecoFlex (136 PS, 320 Nm) ebenfalls ein zeitgemäßes Aggregat am Start. Die ab September 2015 geltende strenge EURO-6-Abgasnorm erfüllt man durch einen SCR-Katalysator (Harnstoff-Einspritzung).

Neben der Motoren–Offensive (die auch einen Dreizylinder bringen wird), hat man auf dem Getriebesektor ebenfalls Handlungsbedarf erkannt. Ergebnis: Ein vollkommen neues manuell schaltbares 6-Gang-Getriebe kommt nächstes Jahr für die Kleinwagen-Palette. Weiters in Arbeit: Ein neues automatisiertes Handschaltgetriebe und erstmals bei Opel eine 8-Gang-Automatik.