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03/21/2021

Pagani Huayra R: 12 Zylinder für ein Halleluja

Es gibt sie noch, die Hypercars ohne Turbo- oder Elektro-Motor, wie der neue Pagani Huayra R eindrucksvoll beweist.

von Horst Bauer

Für Horacio Pagani, Gründer und Mastermind der kleinen, aber sehr feinen Supersportwagen-Manufaktur in der Nähe von Modena, war die Richtung klar. Sein neuestes Werk, der rein für Einsätze auf der Rennstrecke entwickelte Pagani Huayra R, sollte sich an den stilbildenden Langstrecken-Rennwagen der 60er- und 70er-Jahre orientieren.

Pagani zu den Gründen für diese Entscheidung: "Die heutigen Rennwagen sind ausschließlich an der Aerodynamik orientiert, sie sind Geschöpfe des Windtunnels. In den 60er- und 70er-Jahren waren sie sehr schnell und zwar gefährlich, aber auch wunderschön. Prototypen-Sportwagen wie der Ferrari P4 oder der Ford GT40 hatten eine sehr attraktive Linie, die bis heute eine Inspirationsquelle für Autodesigner sind."

Was man in stark ausgeprägter Form beim neuesten Werk des Hauses Pagani sehen kann. "Der Huayra R ist ein extremes, ungezähmtes Auto, das frei von einschränkenden Regeln mit Ausnahme der Sicherheit entwickelt wurde, um kompromisslose Leistung zu bieten", fasst Horacia Pagani das Lastenheft für die Entwicklung zusammen.

Eigenen Motor entwickelt

Kompromisslos hat man sich daher auch der Frage der Motorisierung gewidmet. Statt sich auf das aktuelle PR-Rennen in der Hypercar-Szene um Leistungswerte möglichst weit über der magischen 1000-PS-Grenze einzulassen, kam als Kraftquelle nur ein Saugmotor ohne jeglichen Turbolader in Frage. Daher entwickelte man gemeinsam mit HWA - dem aus AMG hervorgegangenen Rennsport-Ableger von Daimler - einen eigenen Zwölfzylinder mit 6 Litern Hubraum und einer Leistung von 850 PS. Diese liegt, ganz nach Rennwagen-Manier, erste bei 8.250 Touren an. Das maximale Drehmoment von 750 Nm ist zwischen 5.500 und 8.300 Touren abrufbar.

Was im allgemeinen 1000-PS-Fieber nicht so üppig erscheinen mag, erklärt sich mit einem Blick auf das Fahrzeuggewicht. Der Pagani V12-R, wie man das neue Triebwerk nennt, das selbst nur 198 kg wiegt, muss nämlich nur mit einem Fahrzeuggewicht von 1050 kg zurecht kommen. Möglich gemacht wir dies vor allem durch die Expertise Paganis mit Verbundwerkstoffen. So besteht das Monocoque-Chassis aus Carbo-Titanium und Carbo-Triax. Aber auch bei den Aggregaten, wie dem nur 80 kg wiegenden sequentiellen 6-Gang-Getriebe, wurde kompromisslos auf Leichtbau geschaut.

Gebaut werden von dem Pagani Huayra R gezählte 30 Stück. Der Basispreis liegt bei 2,6 Millionen Euro - ohne Steuern.

Dafür bekommt die exklusive Kundschaft aber nicht nur das Auto selbst geboten. Pagani kümmert sich auch darum, dass die Wundertiere entsprechend bewegt werden können. Unter dem Titel "Arte in Pista" organisiert man exklusive Events für Besitzer eines Huayra R. Die Bandbreite reicht dabei von personalisierten Track-Days auf internationalen Rennstrecken bis zu Gruppen-Treffen mit der technischen Unterstützung durch Pagani-Techniker und Rennfahrer, die den Hobby-Piloten praktische Tipps für den Umgang mit diesem kompromisslosen Rennwagen geben.

 

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