© Werk/Peugeot/tibo

News
01/27/2020

Peugeot 3008 Hybrid4: Ausfahrt mit dem stärksten Serien-Peugeot

Für den 3008 Hybrid4 kombiniert Peugeot einen Benziner mit zwei Elektromotoren.

von Horst Bauer

Das größte Manko des ehemaligen „Auto des Jahres“ war aus Sicht der alpenländischen Kundschaft immer der fehlende Allradantrieb. Von einem kompakten und sportlich geformten SUV wie dem Peugeot 3008 wurde der hierzulande einfach erwartet.

Entsprechendes Nachfragen bei PSA-Konzernlenker Carlos Tavares brachte immer dieselbe Antwort: Abwarten, kommt schon noch, wenn wir erst einmal unsere Elektrifizierungs-Strategie serienreif umgesetzt haben werden. Dieser Moment ist nun mit der Premiere der Plug-in-Version des Peugeot 3008 gekommen. Und der Motor-KURIER hatte die rare Gelegenheit, den stärksten Serien-Peugeot aller Zeiten bereits vorab zu fahren.

Als Hybrid 4 mit je einem E-Motor an jeder Achse plus einem 200 PS leistenden Benziner an Bord bietet der 3008 nun nicht nur eine Systemleistung von 300 PS, sondern eben auch endlich Allradantrieb. Dabei liegt der Normverbrauch nach der WLTP-Formel bei 29 g/km bzw. 1,3 l für 100 km und die rein elektrische Reichweite bei bis zu 59 km. Dafür sorgt eine 90-kW-Batterie (13,2 kWh).

Erste Fahreindrücke

Soweit zumindest die Theorie. In der Praxis startet der vorher (7 Stunden an der Haushalts-Steckdose bzw. unter 2 Stunden an der Wallbox) voll aufgeladene Testwagen mit 40 km elektrischer Reichweite auf der Verbrauchsanzeige im Cockpit. Weggefahren wird automatisch immer im E-Modus (sofern die Batterie ausreichend geladen ist), der bis zu Tempo 135 beibehalten werden kann, sofern der Pilot nicht zu unsensibel auf das Gaspedal tritt. Zum flüssigen Einordnen in den Autobahnverkehr reicht das aber allemal.

Bild links: © Werk/Peugeot/tibo

Bild rechts: © Werk/Peugeot/tibo

Nach dem Anfahren kann der Pilot per Knopfdruck auf den Hybridbetrieb umschalten, um die E-Motoren mit dem Verbrenner gemeinsam arbeiten zu lassen. Hier schaltet sich dann die 8-Gang-Automatik ins Geschehen ein, die auch via Paddles am Lenkrad bedient werden kann. Was vor allem im schärferen „Sport“-Modus Sinn macht, wenn der 3008 Hybrid4 zeigt, wie stark er tatsächlich ist (notfalls geht’s in nur 5,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100).

Wie ein paar schärfer angegangene Kilometer auf einsamen katalanischen Bergstraßen gezeigt haben, wird das System dabei aber leicht einmal etwas hektisch, wenn es darum geht, den richtigen Gang zu finden und gleichzeitig das massige Drehmoment von 520 Nm adäquat zwischen den Antriebsachsen zu verteilen. Nimmt man den Algorithmen die Gangwahl ab und lernt, mit dem Gaspedal gefühlvoll umzugehen, wird aus der Fuhre aber ein äußerst agil und flüssig dahinstürmender Sportler, der sich auch in Kurven keine Blößen gibt.

Soviel zum Kapitel kräftiger Löwe. Der kann aber eben auch ganz anders. Gleitet man mit ihm im Hybrid-Modus durch den Alltagsverkehr, ist er ein leise schnurrender Kater, der immer dann, wenn der Verbrenner vom Hybrid-System abgeschaltet wird auf Samtpfoten dahinschleicht. Geht’s bergab, kann auch eine stärkere Rekuperations-Stufe via Ganghebel angewählt werden, die jedoch nicht ausreichend ist, um das bei manchen Elektroautos mögliche „Ein-Pedal-Fahren“ unter weitgehendem Verzicht auf die mechanischen Bremsen zu ermöglichen. Apropos bergab: Schaltet man in den für Geländefahrten optimierten 4WD-Modus, kann man bei steilen und rutschigen Bergabfahrten das Kommando über Gas- und Bremspedal an die automatische Bergabfahrhilfe abgeben.

Zurück in der Stadt, lassen sich die letzten Kilometer wieder rein elektrisch zurücklegen. Die nötige Restreichweite dafür kann während der Fahrt blockiert werden. Sollte man schon zu viel davon verbraucht haben, lädt sich die Batterie während der Fahrt via Verbrennungsmotor bis zu dem eingestellten Wert wieder auf.

Der Peugeot 3008 Hybrid 4 startet bei uns Ende Jänner. Der Einstiegspreis liegt mit € 49.950,– unter der Höchstgrenze für die heimische E-Auto-Förderung. Die Version mit Frontantrieb und 225 PS kommt Ende Februar zu den Händlern und startet bei € 42.600,–. Der Mehrpreis der Peugeot-Modelle gegenüber den die idente Antriebstechnik bietenden Opel Grandland X erklärt sich hauptsächlich aus einer edleren Ausstattung (etwa mit dem nur bei Peugeot erhältlichen i-Cockpit mit 3-D-Anzeigen).

 

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.