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01/18/2022

Peugeot 9X8: Wo das Hypercar wie ein normaler Peugeot sein soll

Mit dem Hypercar wollen die Franzosen bei den 24 Stunden von Le Mans erfolgreich sein.

von Michael Andrusio

Das neue Hypercar-Reglement (LMH) eröffnet vielen Herstellern neue Perspektiven für das prestigeträchtigste Langstreckenrennen, den 24 Stunden von Le Mans. So hat auch Peugeot Ambitionen beim Heimspiel wieder groß aufzuzeigen, Das entsprechende Auto dafür ist der 9X8.

Besonderes Merkmal des Peugeot ist das Fehlen eines Heckflügels. Seit 1971, also seit etwas mehr als 50 Jahren, hat kein Fahrzeug mehr ohne Heckflügel das 24-Stunden-Rennen in Le Mans gewonnen. Der Peugeot soll über andere aerodynamische Maßnahmen genügend Downforce erzeugen - so der Plan. Ob man in der Rennrealität tatsächlich ohne Flügel auskommt, werden die ersten Testfahrten zeigen.

Aber das Designteam rund um Matthias Hossann hat sich bemüht, den Hypersportwagen jene Designmerkmale mitzugeben, die auch die Kunden-Peugeots auszeichnen. "Die Idee war, dass es sich weniger um einen Rennwagen als mehr um einen Peugeot handeln würde", sagt Matthias HossannDem neuen Modell wurden alle modernen ästhetischen Merkmale verliehen, die für die Marke  typisch sind, heißt es aus Paris: eine katzenähnliche fließende Linienführung, die durch sportliche Dynamik verstärkt wird, schlanke und strukturierte Flanken und natürlich die charakteristische markeneigene Lichtsignatur mit drei Krallen.

Letztere sollen auch in der Nacht für einen "Aha-ein-Peugeot-Effekt!" sorgen. "Für die markeneigene Lichtsignatur war die Krallenoptik, die auf all unseren aktuellen Serienfahrzeugen zu finden ist, die naheliegende Wahl. Wir hatten keine großen Schwierigkeiten, die leuchtenden Komponenten an der Front unseres Hypercar anzubringen. Aber die Montage am Heck erforderte viel Arbeit. Wir haben die drei leuchtenden Krallen in separate Bauteile integriert, wodurch Zwischenräume entstehen, durch die Luft abgesaugt wird. Wir können es kaum erwarten, ihre Wirkung auf der Rennstrecke zu sehen."

Sogar innen soll der 9X8 die Nähe zu 308 oder 208 herstellen. Die Cockpitgestaltung basiert auf der i-Cockpit-Architektur von Peugeot. Der Fahrer und die Fans vor den Bildschirmen werden sich fühlen, als würden sie in einem Peugeot-Modell sitzen, sagen die Designer.

Antriebstechnisch fährt das Hypercar mit Hybrid, genauer gesagt mit Allrad-Hybridantrieb. Er kombiniert einen 2,6-Liter-V6-Verbrennungsmotor mit Doppelturboaufladung und einer Leistung von 500 kW (680 PS) im Heck mit einem 200 kW (272 PS) starken Elektromotor-Generator vorne.

Das 24-Stunden-Rennen findet heuer am 11./12. Juni statt.

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