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Pininfarina forever: Der Schönste, der Schnellste, der Kleinste

Das Designunternehmen trauert über den frühen Tod von Paolo Pininfarina. Wir zeigen vier der ikonischten Autos - und stellen den österreichischen Kreativ-Chef vor.

04/11/2024, 11:37 AM

Paolo Pininfarina, langjähriger Chef der weltweit bekannten italienischen Autodesign-Schmiede Pininfarina, ist am Dienstag im Alter von 65 Jahren gestorben. 

Pininfarina hatte von seinem Vater Battista sowie Bruder das 1930 in Turin gegründete Designunternehmen übernommen. Die Karosseriebaufirma zählt zu den international bedeutendsten Autodesignern. Sie entwarf seit den 50er-Jahren nahezu alle Ferrari-Modelle und arbeitete auch für die Hersteller Maserati, Cadillac, Alfa Romeo, Ford, Volvo und Lancia.

Auch ein Österreicher hat im Unternehmen eine bedeutende Position: Der österreichische Automobildesigner Felix Kilbertus ist seit April 2023 der Chief Creative Officer von Pininfarina.

Wir zeigen vier der schönsten Pininfarina Modelle.

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Der Bekannteste: Ferrari Testarossa

Er steht wie kein anderes Auto für den Styler der 1980er Jahre und hat doch eine unsterbliche Formensprache, die jeder versteht. Für viele ist der Testarossa der schönste Ferrari, der je gebaut wurde. Ferrari nutzte die gleiche Plattform wie für den 512 BB. Das Fahrgestell war aus Stahlrohr. Allerdings hat er anders als konventionelle Chassis einen Hilfrahmen mit Motor und Getriebe, der abgetrennt werden kann, um den Zugang zum Motor zu erleichtern.

Der Sträkste: Battista

Der Battista ist das leistungsstärkste Auto, das jemals in Italien entwickelt und gebaut wurde, und er bietet ein Leistungsniveau, das heute in keinem straßenzugelassenen Sportwagen mit Verbrennungsmotortechnik erreicht werden kann. Der Battista ist schneller als ein aktueller Formel-1-Rennwagen beim Sprint von 0 auf 100 km/h in weniger als zwei Sekunden. Mit einer Leistung von 1.900 PS und einem Drehmoment von 2.340 Nm vereint der Battista extreme Technik und Technologie in einem emissionsfreien Paket. Die 120-kWh-Batterie des Battista versorgt vier Elektromotoren - einen an jedem Rad - mit einer kombinierten WLTP-Reichweite von bis zu 476 km (U.S. EPA kombiniert): 300 Meilen) mit einer einzigen Ladung. Nicht mehr als 150 Exemplare der Battista werden im Atelier in Cambiano, Italien, in Handarbeit hergestellt.

Der Klassiker: Alfa Romeo Spider

Alfa Romeo 1750 Spider Veloce: Aufgrund ihres runden Schwanzes ist die "Spinne" der Serie 1 manchmal unter dem Spitznamen "Osso di Seppia" bekannt - italienisch für "Tintenfischknochen" - um sie von der "Kammschwanz"-Serie 2 zu unterscheiden.  Der auf dem Fahrgestell der Giulia 105 basierende Spider wurde auf dem 36. Genfer Automobilsalon im März 1966 vorgestellt. Der Duetto war das letzte Projekt, an dem der Gründer Battista "Pinin" Farina persönlich beteiligt war.

Der Kleine: Peugeot 306 Cabriolet

Anfangs war der kleine Flitzer aus Turin kein Renner auf den heimischen Straßen. Das Segment der Kompaktcabriolets war von VW und Co besetzt. Doch später kam das grazile Peugeots Cabriolet gelangte dennoch zu Ruhm - wenn es denn den Rost überlebte. Denn die Pininfarina Karosserie hat einfach Eleganz und reichlich Ausstrahlung. 

Der Hauptsitz von Automobili Pininfarina befindet sich in Cambiano, Italien, mit einer Geschäftsstelle in München, Deutschland, und einem Team von Führungskräften aus dem Bereich der Luxus- und Premium-Automobilindustrie. Alle Fahrzeuge von Automobili Pininfarina werden in Italien entworfen, konstruiert und von Hand gefertigt.

2023 machte Pininfarina den österreichischen Automobildesigner Felix Kilbertus zum neuen Chief Creative Officer.  In seiner 20-jährigen Karriere im Automobildesign hatte Kilbertus unter anderem die Rolle des Head of Exterior Design bei Rolls-Royce Motor Cars 2017 inne, wo er für die Designentwicklung der Produktpalette der Marke verantwortlich war und ein Team von Kreativen in München, Deutschland und Goodwood, Vereinigtes Königreich, leitete. Zuvor hatte er leitende Designpositionen bei Renault, Nissan, Fiat und Pininfarina inne, wo er 2011 bis 2014 leitender Designer war.

Kilbertus hat einen Master in Transportation Design (Strate College, Frankreich) und Industrial Design (UAID, Österreich). Im Jahr 2003 begann er als Exterieur-Designer bei Renault Design, wo er bis 2011 in verschiedenen Studios tätig war und sich auf fortschrittliches Design und Produktionsdesign konzentrierte. Von 2008 bis 2010 arbeitete er im Rahmen eines Austauschs innerhalb der Renault-Nissan-Allianz im Nissan Global Design Center in Atsugi, Japan, an Konzepten für die Marken Nissan und Infiniti.

Im Jahr 2011 wechselte er zum Pininfarina-Designzentrum in Cambiano, Turin, als Teamleiter für die Entwicklung des Fahrzeugaußendesigns. Unter anderem leitete er den Designprozess und das Exterieur-Styling des KonzeptmodellsBMW Pininfarina Gran Lusso Coupé, das auf der Villa D'Este 2013 vorgestellt wurde. Sein Design-Abenteuer wurde im FIAT Centro Stile in Turin mit einer neuen Herausforderung fortgesetzt: Von 2014 bis 2017 war Felix als Exterieur-Chefdesigner für die Entwicklung des Außendesigns von Personenwagen der Marke Fiat verantwortlich.

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