News 22.12.2014

Planai-Classic: Wittmann gegen Aaltonen

Planai-Classic: Wittmann gegen Aaltonen
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Wenn am 3. und 4.Jänner 2015 in Gröbming der Start zur Planai-Classic erfolgt, ist das Oldtimer-Jahr eröffnet.

Die Oldtimer-Sekte, die rund um Drei-König zur Planai-Classic ihre Garagentore öffnet, hat keine Salz-Allergien, keine Eis-Phobie und keine Ängste vor leitschienenlosen Abgründe. Es ist schon eine Strapaze, wenn man sich und seinen Oldtimern einem Wetter wie in Patagonien aussetzt. Denn jedes Jahr ist zwischen Eis und Schnee, Regen und Sturm alles drinnen, was die Chauffeure in diesem rund 230 km langen Bewerb geradezu masochistisch begeistert.

Planai-Classic Comeback: Franz Wittmann, 11maliger österreichischer Rallye-Staatsmeister.
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Rauno Aaltonen: Planai-Classic-Titelverteidiger
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Franz Wittmann, Österreichs Rallye-Legende, feiert bei der Planai-Classic ein Comeback. Der heute 65 jährige wurde elf Mal Österreichischer Rallye-Staatsmeister, insgesamt feierte er 79 Siege, 32 in der Rallye-EM und einen in der Rallye-WM. Die Planai-Classic nimmt er auf einem Porsche 911 T aus dem Jahre 1972 unter die Räder.
Rauno Aaltonen, die finnische Rallye-Legende, kommt direkt vom Polarkreis ins Ennstal. Er wird einen Mini-Cooper S fahren, mit dem er heuer die Planai-Classic gewann. Weitere Promis: Christian Clerici (Porsche 911), Rudi Roubinek (Volvo) und Ex-Rallye-Weltmeister Andi Aigner (Tatra 603, Baujahr 1963).
45 Teams mit Autos der Baujahre 1930 bis 1972 werden am Start stehen. Die erste Sonderprüfung (SP) geht bereits am Abend des 2. Jänner in Szene, ein kurzer Sprint entlang des Golfplatzes in den Schlosshof von Hotel Pichlarn.

Winterliche Verhältnisse erwünscht.
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Oldtimer statt Pferde

Am Samstag (3. Jänner) steigt auf der Gröbminger Pferderennbahn eine ganz besondere SP: Die Teilnehmer müssen in der ersten Runde eine Zeit als Referenz wählen, die in der 2. Runde zu wiederholen ist. In der 3. Runde muss um 3 Sekunden schneller gefahren werden, in der 4. Runde um 2 Sekunden langsamer. In der 5.Runde schließlich muss die Zeit der 4. Runde um 1 Sekunde unterboten werden.

Im Härtetest: Margot und Christian Baier, 6. bei der Planai 2014.
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Dachstein und Schladming

Auf dem 190 km langen Nacht-Parcours und in den einzelen SP ist ein Schnitt von 40 km/h vorgeschrieben. Die Strecke führt von Gröbming auf den Flugplatz Niederöblarn, dann weiter nach Aich, Weissenbach zur Dachstein-Mautstraße, wo eine SP bergauf und bergab gestartet wird: Je nach Wetter eine Schlüsselstelle. Über das Preunegg-Tal geht es nach Schladming, dann wird über die Gössenberg, Aich und Pruggern Kurs auf Gröbming genommen. Erstmals wird heuer auch auf dem Stoderzinken eine nächtliche Sonderprüfung gefahren.
Auto- und SkilegendenAm nächsten Tag stellt sich das Feld zu einer SP auf dem Flugplatz Niederöblarn, dann bewegt sich der Konvoi ab 12 Uhr zur Planai-Mittelstation, wo das Finale in drei Berg-Läufen in Szene geht.

Die Autos in Schladming.
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Auto & Skilegenden

Auch das gibt’s nur bei der Planai-Classic: Den Autolegenden, die im WM-Park Planai am Schluss Aufstellung nehmen, werden Skilegenden zugelost. Und dann steigt der Nachtriesenslalom auf dem berühmten Planai-Zielhang unter Flutlicht. Ausgetragen werden zwei Durchgänge, wobei im zweiten die Zeit des ersten Laufes möglichst exakt zu wiederholen ist. Daraus wird dann eine Kombinationswertung Auto-und Skifahrer erstellt.
„Die Planai-Classic zählt zu meinen liebsten Events“ freut sich Rauno Aaltonen, „2015 muss ich meinen Sieg von 2014 verteidigen. Hoffentlich ist das Wetter schlecht genug.“

(Kurier) Erstellt am 22.12.2014