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Polestar: Wie ein Österreicher das Erscheinungsbild der neuen Elektromarke prägt

Wir trafen den aus der Steiermark stammenden Maximilian Missoni zum Gespräch

von Horst Bauer

10/01/2022, 05:00 AM

Seine Sporen hat er sich bei VW und Volvo verdient. Der Steirer Maximilian Missoni, der zuvor 15 Jahre als Designer für Marken des VW-Konzerns und 10 Jahre bei Volvo gearbeitet hat, ist seit 2019 „Global Head of Design“ von Polestar.

Als Teil des chinesischen Geely-Konzerns in Schweden neben Volvo  angesiedelt, soll die neue Marke ein „schwedischer Hersteller für Premium Elektro Performance Fahrzeuge“ sein – so die Eigendefinition. Das erste rein für Polestar entwickelte Konzeptfahrzeug (die bisherigen Polestar-Modelle basieren auf Volvo-Plattformen), ist der viertürige Grandtourer namens Precept, der 2024 als Polestar 5 in Serie gehen soll.

Bei einem Heimatbesuch im neuen Polestar Ausstellungsraum in der Wiener Innenstadt (Wallnerstraße 5), ließ Missoni hinter die Kulissen seiner Arbeit blicken. So wurde als Material für den Aufbau des künftigen Polestar 5 eine Struktur aus „Bonded Aluminium“ verwendet, die trotz sehr hoher Steifigkeit  große Flexibilität bei der Gestaltung ermöglicht. Dass es den Polestar 5 und dessen Cabrio-Variante Polestar 6 nur als Kleinserie geben wird, liegt neben der angestrebten Exklusivität auch an den  Kosten dieses Materials,  die den Rahmen einer Großserie sprengen würden.

Keine Heckscheibe

Dafür kann man sich eine Grundform mit vier Türen und dem sehr langen Radstand von 3,1 m mit einer sehr niedrigen und schlanken Silhouette leisten. Diese wird nicht zuletzt durch das weit nach hinten gezogene Glasdach geprägt. Laut Missoni war diese niedrige Dachlinie bei gleichzeitig ausreichender Kopffreiheit für die Fondpassagiere machbar, weil man bewusst auf eine Heckscheibe verzichtet hat. Den Blick nach hinten liefert eine Heckkamera. Und das wird auch im Serienmodell so sein.

Auch bei den Materialien für das Interieur bleibt Polestar hart am Puls der Zeit, Stichwort Nachhaltigkeit. So wird für Innenverkleidung und Rückenlehnen ein aus Flachs hergestelltes Material verwendet und für die Sitzflächen eines recycelten PET-Flaschen. Dennoch gehe man laut Missoni  keine Kompromisse in Sachen Design und Haptik ein. Und man  wolle in dieser Hinsicht auch nicht dogmatisch sein. So werde man zwar ein Interieur aus rein veganen Materialien bieten,  alternativ  aber auch weiterhin etwa Ledersitze im Programm haben. Für Menschen die  Fleisch essen, sei Leder schließlich ein Material, das bei dessen Produktion nebenbei anfalle.

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