News 05.12.2011

Porsche 911 Carrera: Alt gegen neu

© Bild: Werk

Einer der ganz großen IAA-Stars gibt sich erst bei näherem Hinsehen als vollkommen neu zu erkennen. Der große Wandel betrifft nämlich vor allem innere Werte.

Um gar keine Zweifel aufkommen zu lassen, der wichtigste Wert für Porsche-Fans gleich vorneweg: 7 Minuten, 40 Sekunden!

Erkennungshilfe: Beim Neuen sind die Außenspiegel auf der Türbrüstung platziert.
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So lautet die Bestzeit mit dem neuen 911er (interner Code 991) auf der Nürburgring-Nordschleife. Und so eine Rundenzeit hat man dort bisher nur mit dem Porsche Turbo geschafft.

Das sollte eigentlich reichen, um an den Stammtischen bzw. in einschlägigen Online-Foren Luft aus der Diskussion zu nehmen, ob der Neue überhaupt neu ist, oder nur ein sanftes Facelift der bestehenden 997-Generation. Denn auch wenn ihn auf der Straße nur Experten auf Anhieb als den neuen 911 Carrera erkennen werden, technisch hat er sich entscheidend weiterentwickelt und optisch braucht es eben etwas Zeit, um auf die Neuerungen zu stoßen.

Handbremse

Erkennungshilfe: Beim Neuen sind die Außenspiegel auf der Türbrüstung platziert.
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Am augenfälligsten wird die Veränderung noch im Cockpit. Vor allem der jetzt im Stile des Panamera hochgezogene Mitteltunnel mit dem dadurch auch näher zum Lenkrad platzierten Schalthebel weicht stark vom bisherigen Carrera-Interieur ab. Dadurch ist auch kein Platz mehr für den Handbremshebel, der durch eine via Knopfdruck zu betätigende elektronische Parkbremse abgelöst wird. Eine Premiere in der langen Evolutionsgeschichte des deutschen Sportwagen-Urmeters, der den Puristen noch viel Gesprächsstoff liefern wird.

Erkennungshilfe: Beim Neuen sind die Außenspiegel auf der Türbrüstung platziert.
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Versöhnen mag viele ein zweiter Blick auf die äußere Erscheinung des Neuen. Durch den um 10 cm längeren Radstand, die um 5,3 cm gewachsene Außenlänge bei gleichzeitig um 1,5 cm abgesenkter Dachlinie und die geringfügig verbreiterte vordere Spur steht der 991 maskuliner und sportlicher auf der Straße als so manche Vorgänger-Generation.

Die gravierendsten technischen Veränderungen: Erstmals ein Siebengang-Schaltgetriebe (manuell oder mit Doppelkupplung), elektromechanische Servolenkung, dynamische Drehmomentverteilung (Torque-Vectoring) und ein dynamischer Wankausgleich für weniger Seitenneigung in Kurven.

Erkennungshilfe: Beim Neuen sind die Außenspiegel auf der Türbrüstung platziert.
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Apropos Dynamik: Das Fahrzeuggewicht wurde trotz all der neuen Technik um rund 45 kg gesenkt.

Gestartet wird die 991-Generation mit dem auf 3,4 l Hubraum eingedampften Carrera (350 PS) ab € 104.080,- bzw. dem 3,8-l-Carrera S (400 PS) ab € 121.320,-.

Die Auslieferung beginnt bei uns im Dezember.

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011