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Autosalon Genf
03/02/2016

Porsche 911 R: Porsche puristisch

Fahrmaschine in limitierter Stückzahl. Porsche bringt im Juni den 911 R.

Während anderswo die Smartphone-Anbindung und das Vorhandensein von immer noch mehr Fahrassistenten angepriesen werden, legt Porsche beim 911 R Wert auf klassische Porsche-Tugenden: Leistung, Technik aus dem Rennsport und Purismus.

Äußerlich gibt sich der 911 R zurückhaltend. Die Karosserie entspricht auf den ersten Blick der des Carrera. Lediglich Bug- und Heckteil sowie die zentralen Doppelendrohre stammen vom GT3 . Antriebstechnik und alle Leichtbaukomponenten der Karosserie basieren auf dem 911 GT3 RS. Das komplette Fahrwerk entstammt dem 911 GT3. Die Karosserie kommt mit Blick auf den Straßeneinsatz ohne feststehenden Heckflügel aus. Stattdessen sorgen ein aus den Carrera-Modellen bekannter, ausfahrbarer Heckspoiler und ein R-spezifischer Unterbodenheckdiffusor für Abtrieb. Bug- und Heckschürze stammen vom 911 GT3. Die Sportabgasanlage besteht aus dem Leichtbauwerkstoff Titan. Eine neu gestaltete Spoilerlippe kommt an der Front zum Einsatz.

Motor mit 500 PS

Für den Antrieb sorgt ein Sechszylinder-Boxermotor mit vier Litern Hubraum und 500 PS Leistung. In 3,8 Sekunden beschleunigt der 1370 kg leichte Porsche auf 100 km/h (Spitze 323 km/h).

Der 911 R ist übrigens nur in Verbindung mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe zu haben. Die Regelsysteme des Porsche Stability Management (PSM) passte die Motorsport-Entwicklung speziell für den 911 R an. Eine per Tastendruck aktivierbare Zwischengasfunktion für perfekte Gangwechsel beim Runterschalten gehört ebenso zum Repertoire des 911 R wie das optionale Einmassenschwungrad. Für mehr Alltagstauglichkeit ist optional ein Liftsystem bestellbar. Es erhöht auf Knopfdruck die Bodenfreiheit an der Vorderachse um circa 30 Millimeter.

Für Leichtbau sorgen Fronthaube und Kotflügel aus Carbon und ein Dach aus Magnesium. Letzteres senkt den Fahrzeugschwerpunkt. Heckscheibe und Fond-Seitenscheiben bestehen aus leichtem Kunststoff. Hinzu kommt die reduzierte Dämmung im Interieur und der Verzicht auf eine Rückbank. Auch Klimaanlage (optional zu haben) und das Radio samt Audiosystem wurden eliminiert.

Der Fahrer nimmt auf Carbon-Vollschalensitzen Platz (mit Stoffmittelbahn in Pepita-Karo-Muster - in Anlehnung an den ersten 911 der 1960er Jahre). Dazu gibts ein R-spezifisches GT-Sportlenkrad mit 360 Millimeter Durchmesser. Typisch für die GT-Fahrzeuge sind Schlaufen als Türöffner.

Vom 911 R werden nur 991 Stück gebaut, das Auto ist ab sofort bestellbar. In Österreich geht er ab Juni an den Start und kostet 245.759 Euro.