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fahrbericht
12/15/2018

Porsche Macan: Gelassen im Erfolg gebadet

Außen optisch aufgepeppt und innen etwas aufgerüstet in die zweite Etappe.

von Christian Vavra

Verstecken muss es sich nicht, dieses Audi-Derivat. Der Modellbruder des Q5 schaut jetzt noch deutlicher anders aus, allem voran dem Leuchtenband am Heck und einigen weiteren Treppenstufen im Gesicht sei Dank. LED ist künftig auch bei den Frontleuchten Serie.

An Selbstbewusstsein wird es ihm auch vorher nicht gemangelt haben. Immerhin ist der Macan inzwischen im jährlichen Absatz das meistverkaufte Modell des Hauses, Cayenne hin, 911-er her.

Im Innenraum fällt augenblicklich der neue Bildschirm ins Auge, der jetzt satte 3,7 Zoll in der Diagonale zugelegt hat. Es handelt sich, wie bei anderen Marken des VW-Konzerns, um einen Bildschirm mit Annäherungssensor. Das bedeutet, dass erst bei Nähern einer Hand oder eines Fingers gleich drei Menüleisten aufpoppen. Unbedingt übersichtlich oder gar logisch sind die Menüs nicht immer, das ist anderswo aber leider auch nicht anders.

Vernetzung ohne Ende

Was gibt’s sonst noch? Vernetzung ohne Ende, behauptet Porsche für die, die so etwas brauchen. Einen Stauassistenten (bis 65 km/h) gibt es auch, einen Ionisator sowie eine Frontscheibenheizung ebenfalls.

Zum quasi Neustart des Macan ist wahlweise ein Vierzylinderbenziner (Turbo, 245 PS) oder ein nagelneuer V6-Benziner (354 PS) zu haben, bei dem der Turbolader jetzt in der V-Gabelung sitzt. Ein nahezu perfekt abgestimmtes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe sowie Allradantrieb sind immer dabei. Wie schon bisher setzt der Macan weiter auf Mischbereifung, also größere und breitere Reifen hinten als vorn.

Online-Daten für die Navigation stehen jetzt ebenfalls zur Verfügung, was den Macan allerdings auf ersten Schnupperkilometern nicht von kleinen Irrtümern abhielt.

Motorisch darf vermutlich noch ein Zusatzangebot abgewartet werden, das war ja bisher auch schon so. Diesel wird aber keiner mehr dabei sein.

Die Preisliste beginnt offiziell bei knapp 71.000 Euro. Ein Kontakt mit einem Händler ist womöglich unvermeidlich, die Homepage von Porsche ist sich nämlich derzeit nicht sicher, ob der Macan als frei konfigurierbarer Neuwagen erhältlich ist.