News 30.06.2013

Porsche Panamera: Die Verbindung zweier Welten

Porsche Panamera © Bild: Werk/Ratering

Erste Proberunden mit den neuen Versionen des überarbeiteten Gran Turismo.

Von den Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise ist Porsche nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren verschont geblieben. Ganz im Gegenteil: Vom Panamera sind mit 100.000 Exemplaren sogar fünf Mal so viele weltweit verkauft worden wie 2009 beim Verkaufsstart erwartet.

Nun wurde der Gran Turismo gründlich überarbeitet und an die Wünsche der weltweiten Kunden angepasst. Was vor allem die Fahrwerkstechniker unter Druck gesetzt hat, wie bei den Proberunden zwischendurch zu hören war. Geht doch ein Drittel der Panamera nach China, wo Luxusautos dieser Art vor allem extralang und extrakomfortabel sein sollen. Die Sportwagentradition von Porsche dagegen ist in China nach wie vor weitgehend unbekannt.

Mehr Dynamik gibt's nun auf Knopfdruck.
Porsche Panamera GTS Cockpit © Bild: Werk/Ratering

Die Lösung der Porsche-Ingenieure, die offenbar vehement dafür kämpfen, dass „ihr“ Sportfahrwerk nicht zu stark verwässert und dem Allerweltsgeschmack zum Opfer fällt, sieht so aus: An der Vorderachse wurden die Fahrwerkslager größer dimensioniert, was den Komfort erhöht. Dämpfung und Luftfederung an allen vier Rädern wurden so optimiert, dass der Panamera noch komfortabler dahinrollt. Zudem gibt es ihn nun auf Wunsch mit verlängertem Radstand (und Klapptischchen im Fond).

Innen wird auf Wunsch der Wohlfühlfaktor erhöht, besonders in der Langversion mit dem um 15 cm verlängerten Radstand.
Porsche Panamera langer Radstand innen © Bild: WORLDWIDE UNLIMITED /Werk/Porsche

Gleichzeitig will man mit mehr Dynamik per Knopfdruck auch europäischen Porsche-Fahrern den erhofften Fahrspaß ermöglichen. So haben alle Modelle, außer der Diesel (siehe Zusatzartikel), mehr Leistung. Fast bei allen wurde die Beschleunigung verbessert und zudem der Verbrauch reduziert. Das serienmäßige Start-Stopp-System wurde um die „Segel-Funktion“ ergänzt. Geblieben ist das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK).

Schärferes Styling

Zu erkennen ist der überarbeitete Panamera außen etwa an einer prägnanteren Front mit größeren Lufteinlässen, an kantigeren Seitenschwellern sowie einer verbreiterten Heckscheibe sowie breiteren Spoiler. Naturgemäß gibt es unzählige Möglichkeiten der „Individualisierung“, aufpreispflichtiger Extras, darunter sind auch viele Fahrerassistenten und Online-Dienste.

Außen ist der Panamera nach der Überarbeitung deutlich schärfer gezeichnet.
Porsche Panamera Heck © Bild: Werk/Porsche

Während die sportlichen Topversionen des Panamera, der Turbo S und Turbo S Executive erst 2014 nachgereicht werden, war der laut Porsche „weltweit erste Plug-in-Hybrid der Luxusklasse“ (technische Vorstellung im Motor-KURIER) bereits jetzt zu erfahren.

In Fahrt

Dieser aufwendige Hybridantrieb, dessen Lithium-Ionen-Akkus auch extern an einer Steckdose aufzuladen sind, wird den bisherigen Hybridantrieb mit Nickelmetallhydridakkus ablösen und bringt deutliche Vorteile: Die elektrische Reichweite steigt von bisher 2 auf bis zu 36 und mehr km und der Verbrauch sinkt im EU-Zyklus (wird mit voll geladenen Akkus gefahren) auf 3,1 l/100 km.

Neu: Der Panamera zum Anstecken. Die Ladezeit beträgt zwischen 2,5 h (16A) und 4 h (10A).
Porsche Panamera Plug-in-Hybrid beim Laden © Bild: Werk/Ratering
Proberunden im verbrauchsgünstigen Gelände, aber mit etlichen Kilometern auf der Autobahn, ergaben einen Verbrauch von 0,9 l (Start mit voll geladenen Batterien, die erst nach 42,4 km leer waren). Mit leeren Lithium-Akkus, aber im Hybridmodus, verbrauchte der Panamera 4,9 l/100 km ( mit zwei Erwachsenen an Bord, ohne tiefer gelegtes Fahrwerk, ohne eingeklappte Seitenspiegel).

Wer dagegen das sportliche Potenzial der 416 PS Gesamtleistung des Plug-in-Hybrids ausprobieren will, sollte sich den richtigen Platz dafür aussuchen. Beeindruckend sind auf jeden Fall die weichen Übergänge zwischen den beiden Antrieben (Benzin und Elektro). Die Lithium-Akkus sind von Bosch, die Zellen von Samsung.

Porsche Panamera 2. Generation

Überarbeitung Vier Jahre nach Serienstart wurde der Gran Turismo erneuert und mit zusätzlichen Versionen ergänzt: Einen Plug-in-Hybrid, zwei Executive-Varianten mit verlängertem Radstand (+15 cm, +12 cm Beinfrei- heit hinten) und einen neuen Dreiliter-V6-Benziner mit Biturbo-Aufladung. Seit 2009 wurden bei uns 463 Pana- mera verkauft, die meisten davon waren Panamera 4 und 4S sowie Diesel. Nur drei Käufer entschieden sich für die Hybridversion. Der Importeur erklärt sich dies damit, dass diese nicht mit Allradantrieb erhältlich ist. Das gilt auch für den neuen Plug-in.

Modellpalette Beim Verkaufsstart am 27. Juli stehen 9 Varianten zur Wahl:

Panamera (300 PS) und Panamera 4 (300 PS)

Panamera Diesel Tip (300 PS)

Panamera S (420 PS) und Panamera 4S (420 PS)

Panamera GTS (440 PS) und Panamera Turbo (520 PS)

Panamera 4S Executive (420 PS)

Panamera T Executive (520 PS).

Der Panamera S E-Hybrid (416 PS, €112.900,–) startet am 16. 8.

Preise Ab € 96.720,–.

Ausblick 2014 wird der aktuelle Diesel durch einen stärkeren abgelöst. Als Topversionen sind der Turbo S sowie Turbo S Executive geplant.

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Porsche Panamera Plug-in-Hybrid Verbrauchsanzeige © Bild: Werk/Ratering
Erstellt am 30.06.2013