© REUTERS/Rebecca Cook

Chipmangel
10/06/2021

Produktionsstopp im Stellantis-Werk in Wien-Aspern bis Jahresende

Autobauer Stellantis unterbricht seine Produktion im Werk in Wien-Aspern bis Ende des Jahres.

Auf einen Blick

  • Stellantis unterbricht Porduktion in Wien-Aspern von 18. Oktober bis 31.Dezember
  • Beschäftigte auf Kurzarbeit
  • Erst vor einer Woche wurde erklärt das Opel-Werk in Eisenach bis mindestens Jahresende zu schließen
     

Der aus dem Zusammenschluss von PSA (Peugeot, Citroen, Opel) und FCA (Fiat, Chrysler) entstandene Autobauer Stellantis unterbricht seine Produktion im Werk in Wien-Aspern von 18. Oktober bis 31. Dezember 2021. Grund dafür ist der weltweite Chipmangel, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.

„Am 2. Jänner 2022 wird die Produktion wiederaufgenommen“, hieß es in der Mitteilung von Stellantis. „Für die Beschäftigten ist eine Kurzarbeitslösung vorgesehen, um die Produktionsunterbrechung sozialverträglich zu gestalten.“ Die gesamte Automobilindustrie weltweit befinde sich aufgrund der anhaltenden Covid-19-Gesundheitskrise sowie eines Mangels an Halbleitern in einer Ausnahmesituation. „In dieser anspruchsvollen und unsicheren Lage wird Stellantis Anpassungen in der Produktion vornehmen.“
In modernen Autos steckt jede Menge Elektronik. Die weltweiten Probleme beim Nachschub von Elektronik-Chips zwingen die Autokonzerne zurzeit zur Produktion auf Halde - unfertige Fahrzeuge werden abgestellt und dann nachgerüstet, wenn die Teile da sind.

Zu Stellantis in Österreich gehören die Automarken Abarth, Alfa Romeo, Citroen, DS Automobiles, Fiat und Fiat Professional, Jeep, Lancia, Opel, und Peugeot, die „Mobilitätsmarke“ Free2Move, die Finanzorganisationen PSA Bank Österreich, Opel Bank S.A. Niederlassung Österreich und die FCA Bank sowie die Retailbetriebe PSA Retail GmbH und FCA Motor Village Austria GmbH und das Produktionswerk Wien-Aspern. 2020 wurden 46.000 Fahrzeuge verkauft, was einem Marktanteil von 16,1 Prozent entsprach.

 

Werk auch in Deutschland geschlossen

Erst vor einer Woche hat die Stellantis-Tochter Opel bekannt gegeben wegen der Chipkrise ihr Werk in Eisenach mindestens bis zum Jahresende zu schließen. Ein konkretes Datum zu einem Neustart nannte ein Opel-Sprecher am Donnerstag vergangene Woche (30.September 2021) nicht. Die Autobranche befinde sich aufgrund des Mangels an Halbleitern in einer Ausnahmesituation, sagte er. „Anfang 2022 soll die Produktion des Opel Grandland auch in der Hybridversion in Eisenach wieder anlaufen, sofern es die Supply-Chain-Situation erlaubt.“

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