© WERK

News
03/21/2019

Range Rover Evoque - so fährt sich der Neue

Das noble Kompakt-SUV wurde optisch eher behutsam erneuert, unter dem Blech hat sich aber umso mehr getan.

Mit dem ersten Evoque landete Range Rover vor acht Jahren einen echten Volltreffer. Das SUV zeigte, dass auch kleine Offroader überaus nobel daherkommen können.

Der Evoque II führt die Designsprache des Vorgängers behutsam weiter und wirkt dabei rundum geglättet. Diesbezüglich hat man sich klar am größeren Bruder Velar orientiert. Und so wie der hat auch der Evoque beispielsweise Türgriffe, die erst bei Bedarf ausfahren. Übrigens ist der Evoque nicht größer geworden, mit 4,37 Meter Länge bleibt er auf dem Niveau des Vorgängers. Allerdings wurde der Radstand um 21 mm gestreckt. Das hilft eine alte Schwäche des Vorgängermodells ein wenig zu lindern – hinten und auch im Kofferraum hat man jetzt etwas mehr Platz zur Verfügung. Der Kofferraum bietet nunmehr 591 bis 1383 Liter Laderaumvolumen (das sind 10 Prozent mehr), die Rücksitzlehne ist im Verhältnis 40:20:40 klappbar. Dank längerem Radstand, überarbeitetem Fahrwerk und einer neuen Karosseriearchitektur fährt der Evoque nunmehr ruhiger und souveräner.

Wir sind den Evoque mit dem 249-PS-Benziner gefahren - der liefert jederzeit ordentlich Schmalz und bleibt auch angenehm leise, wenn man ihn nicht zu nah an den roten Bereich dreht.

Nach Range Rover Art kann der Evoque auch Gelände. Im Vergleich zum Vorgänger hat man mehr Wattiefe (600 mm), wenn es wirklich in die Wildnis gehen soll. Angenehm für den Fahrer sind die verschiedenen Fahrmodi für diverse Untergründe - ein Knopfdruck am unteren Touchscreen genügt.

An den Velar wird man auch innen durch zwei große Touchscreens in der Mittelkonsole erinnert. Statt des eleganten Drehreglers für die Automatik hat man nun einen massiven Schalthebel.

Motoren

Range Rover bietet den neuen Evoque fürs Erste mit drei Diesel und drei Benzinern an. Die Diesel leisten 150, 180 und 240 PS, die Benziner 200, 249 und 300 PS. Der kleine Diesel ist auch in Verbindung mit Frontantrieb und Schaltgetriebe verfügbar (und markiert so den Einstiegspreis von € 40.800,–), sonst kommen Allradantrieb und Automatik zum Einsatz. Dann werden die Motoren auch mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid-System kombiniert. Damit soll der Verbrauch reduziert werden. Der 150-PS-Diesel mit Allrad und Automatik kostet ab € 46.850,-. Dreizylinder und Plug-in Hybrid werden später nachgereicht.

Weitere Neuerung ist das sogenannte ClearSight Ground View System. Es liefert dem Fahrer ein Bild auf den Schirm, als ob er durch die Motorhaube und die Zehen hindurch auf die Vorderräder blicken würde. Sehr unterhaltsam und mit 387 Euro extra (fürs ganze Surround View-Kamerapaket) gar nicht so teuer.

Kunden des Evoque können neben dem Basismodell den Evoque auch als S, SE, HSE, R-Dynamic, R-Dynamic S, R-Dynamic SE und R-Dynamic HSE ordern. Zudem gibt es noch eine First Edition.

Weitere Preise

Mit 180-PS-Diesel kostet der Evoque ab € 49.150,-, mit 240-PS-Diesel ab € 54.600,-. Mit 200-PS-Benziner kostet der Evoque ab € 49.900,-, mit 249-PS-Benziner ab € 55.150,- und mit 300-PS-Benziner ab € 60.900,-. Der HSE R-Dynamic mit 300 PS  kommt als das erklärte Topmodell auf € 80.950,-.