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10/31/2019

Renault Captur: Ab Anfang ’20 in Pflegestufe zwei

Renault Captur. Zweite Generation des Kompakt-Crossover – künftig auch mit Plug-in-Hybrid

Am Geschäft mit den Klein- oder City-SUV sieht man, wie rasend schnell doch die Zeit vergeht.

Startete die erste Captur-Generation, mit der sich Renault im Jahr ’13 vom Micro-Van-Segment mit dem Modus verabschiedet hat und in jenes der kompakten Hochparterre-Kombis wechselte, noch in einem äußerst dünn besetzten Umfeld, so haben sich die Gallier heute dort mit gut 20 Konkurrenten herumzuschlagen.

Das zeigt aber eindrücklich, wie stark das Segment gewachsen ist. Allein bei Renault ist jeder fünfte Neuwagen heute ein Captur.

Die bei uns ab Anfang kommenden Jahres lieferbare zweite Generation des europäischen Marktführers unter den kleinen Crossover-Modellen ist eine komplette Neuentwicklung. So ist das aktuelle Modell kräftig gewachsen, von ehedem 4,12 m auf nunmehr 4,23 m, detto der Radstand, der um drei Zentimeter auf 2,64  m zugelegt hat.

Was alles in allem für bessere Raumverhältnisse (vor allem für die Fondpassagiere, die sich über 17 Millimeter mehr Beinfreiheit freuen dürfen) und deutlich ausgewogenere und stämmigere Proportionen sorgt. Dazu kommen im Vergleich zum Vorgänger weiter ausgestellte Kotflügel, betont schmal geschnittene LED-Rücklichter, vorderer wie auch hinterer Unterfahrschutz, ein markanter, die Silhouette elegant verlängernder Dachspoiler sowie die überarbeitete hintere Dachsäule mit dreieckigem Fensterausschnitt.

Die Hauptscheinwerfer sind – löblicherweise bereits ab der Basisausstattung – in Voll-LED-Technik ausgeführt, eingerahmt werden sie von weit nach unten gezogenen LED-Tagfahrlichtern in markentypischer Form eines asymmetrischen „C“: Ihre weit außen liegende Position betont zusammen mit der ausgeprägten Schulterlinie die Fahrzeugbreite, was dem Auto insgesamt gut tut, weil der Captur-II nun deutlich bulliger auf der Straße steht und deshalb auch ein gutes Stück erwachsener aussieht. Dass er nun wie seinen größeren Brüdern Kadjar und Koleos wie aus dem Gesicht geschnitten ist, kann ja auch nicht schaden, sei aber nur am Rande erwähnt.

Im neu gestalteten Innenraum präsentiert sich der Captur baugleich mit dem vor kurzer Zeit lancierten Clio. Das bedeutet ein bemerkenswert hohes Qualitätsniveau – das Erscheinungsbild prägen neben gut verarbeiteten und eingepassten Elementen großflächige Soft-Touch-Materialien an Instrumententräger, Türverkleidungen, Mittelkonsole und Lenkrad. Ebenfalls neu: Der hochkant montierte Touchscreen im 9,3-Zoll-Format im Stil eines Tablets. In Bezug auf Fahrhilfen und Assistenzsystemen bietet der Captur alles, was Renault derzeit zu bieten hat, darunter den Autobahn- und Stau-Assi, der den Weg zum autonomen Fahren ebnet.

Die Motorenpalette umfasst zwei Benziner (1,0-Liter-3-Zylinder/100 PS, 1,3-Liter-4-Zylinder mit 130 oder wahlweise 154 PS) sowie einen 1,5-Liter-Diesel mit 115 PS. Für die Kraftübertragung sind Fünf- und Sechsgang-Schalt- sowie ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe zuständig.

Allradantrieb gibt’s für den Captur nach wie vor keinen.

Ab Mitte 2020 dafür eine Plug-in-Variante (1,6-Benziner, zwei E-Motoren mit zusammen 49 kW und einer 9,8-kWh-Batterie) mit einer Systemleistung von 150 PS und bis zu 45 Kilometer E-Reichweite. Die Preise: Die Tarife der Benziner starten bei € 18.340,–, jene für die Selbstzünder bei € 24.690,–.