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10/25/2012

Renault Clio IV mit digitalem Auftrag

Der neue Kompakte soll für die Franzosen jüngere Kundenschichten erschließen.

Auch die Autohersteller haben erkannt, dass die kommende Kundengeneration von Computer und Mobiltelefon sozialisiert wurde. Also versucht man den Jungen das Auto quasi als Zugabe zu einem Bedien­umfeld anzupreisen, das sie vom Umgang mit ihren digitalen Medien gewohnt sind.

Das führt dann etwa bei der vierten Generation des Renault Clio dazu, dass das zentrale Bedienelement im Cockpit optisch einem Tablet-PC nachempfunden wurde und mit dem ab Ende des Jahres verfügbaren Multimedia- und Navisystem R-Link auch eine Online-Anbindung geboten wird. Und über die will man dann auch speziell für den Einsatz im Clio entwickelte Apps verkaufen – von der Eco-Fahrschulung bis zum Sound-Effekt mit wählbaren Motorgeräuschen für den Passagierraum.

Alles natürlich nur im Auto selbst über das Bordsystem abrufbar und nicht via eigenem Smartphone. Woran sich die Sache spießen könnte.

Aber das ist eine andere Geschichte.

Praxis

Trotz all der digitalen Aufregung um die virtuellen Komponenten des Clio IV ist dieser nämlich auch ein ganz reales Auto, das nach wie vor bis zu fünf Personen samt Gepäck von A nach B befördern kann.

 

Und diese vergleichsweise altbackene Aufgabe erledigt der, dynamischer als der Vorgänger geformte, neue Clio erfreulich souverän. Bei der Abstimmung des Fahrwerks hat man einen guten Mittelweg zwischen Komfort und Sportlichkeit gefunden. Die angebotene Motorenpalette wird von dem neuen Dreizylinder-Turbo-Benziner (90 PS) dominiert, dessen Kraft bereits bei erfreulich niedrigen Drehzahlen zur Verfügung steht und der so als überlegenswerte Alternative zu den beiden Diesel-Motoren (75 bzw. 90 PS) gute Figur macht.

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