Jeep Renegade

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Fahrbericht
09/18/2014

Renegade: So klein und schon ein Jeep

Erste Ausfahrt mit dem Italo-Amerikaner, der am 24. Oktober bei uns startet

von Horst Bauer

Gebaut wird er in Italien. Noch heuer bekommt er mit dem Fiat 500X einen italienischen Bruder. Dennoch ist der neue kleine Renegade ein echter Jeep.
Sagen seine Schöpfer über den ersten Spross der italo-amerikanischen Ehe namens FCA (Fiat Chrysler Automobiles), der die neu entwickelte „Small-Wide-4x4“-Architektur des Konzerns verwendet und einen Spagat zu bewältigen hat.

Einerseits ist man mit dem Angebot von zwei Allrad-Systemen (vollautomatisch und mit auf den Untergrund bezogenen Fahrprogrammen) und einem an der Marken-Historie angelehnten Design bemüht, die Erwartungen an einen Jeep zu erfüllen. Anderseits will man mit Frontantriebs-Modellen und Assistenzsystemen neue Kundschaft erobern, die einfach nur ein praktisches, kompaktes Auto für den Alltagsverkehr sucht.

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Wie weit der Spagat gelungen ist, sollten erste Ausfahrten mit unterschiedlichen Renegade-Versionen zeigen.


Im Einsatz

Dabei präsentierte sich der Trailhawk (170-PS-Diesel, Allrad mit kürzerem 1. Gang und zusätzlichem „Rock“-Modus für schweres Gelände, ab € 34.590.–) in den Offroad-Passagen als würdiger Vertreter der Jeep-Familie. Dem Kleinsten macht da so schnell nichts Angst, das Limit legen eher die Fähigkeiten des Piloten fest. Dennoch macht der Trailhawk auch auf der Straße gute Figur. Straffes Fahrwerk, wenig Seitenneigung in Kurven und ein Wendekreis von nur 10,76 m stehen auf der Haben-Seite. Weniger gelungen: Der Allrad-Programmschalter findet sich weit unten an der Mittelkonsole, nicht dort, wo man ihn suchen würde (etwa beim Wählhebel der 9-Gang-Automatik).


Wer sich nicht in Hohlwegen oder Steinbrüchen herumtreiben muss, einen Jeep mit Frontantrieb in unseren Breiten aber für deplatziert hält, der wird wohl beim Renegade AWD mit 140-PS-Diesel und 6-Gang-Schalter (ab € 27.790,–) landen. Und sich auch hier an der hohen Sitzposition und dem angesichts der Außenlänge üppigen Raumangebot freuen können. Die weniger als 4000 Euro Aufzahlung gegenüber dem gleich starken Benziner mit Frontantrieb sind jedenfalls gut investiert. Und das nicht nur, weil bei dem jeder Schaltvorgang einen Kurzbesuch im Turboloch des 1,4-l-Motors mit sich bringt.


Zum Marktstart am 24. Oktober stehen 5 Motor-/Getriebe-Kombinationen (120 bis 170 PS, 6-Gang-Manuell oder 9-Gang-Automatik) und 4 Ausstattungslinien zur Wahl. Weitere Benziner (170-PS-AWD Automatik ab € 31.390,– bzw. 110-PS FWD ab € 19.900,– ) folgen 2015.
Für Schnellentschlossene gibt’s eine „Opening Edition“ des 120- bzw. 140-PS-Diesel (Kundenvorteil bis 3890 Euro).