News 05.12.2011

Skoda: Der Schein trügt nicht

Skoda: Der Schein trügt nicht
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Superb Combi 2.0 TDI. Im Praxistest konnte der Skoda zeigen, ob er mehr als das oft zitierte Raumwunder ist.

Bereits die Limousine begeisterte die Taxi-Gäste. So viel Fußraum im Fond wie der Skoda Superb bieten meist nicht einmal Langversionen von Nobelmarken. Doch die Kombiversion setzt noch einiges drauf.

So bleibt das überdurchschnittliche Raumangebot für die hinteren Passagiere erhalten, der Superb Combi bietet zudem noch einen überdurchschnittlich großen Laderaum (siehe Steckbrief) . Mit ein paar Kreuzerln bei den Extras gibt's auch eine sich elektrisch öffnende Heckklappe sowie einen ausschiebbaren Ladeboden, einen Berganfahr-Assistenten sowie automatisch abblendende Innen- und Außenspiegel.

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Eine Premiere gibt's beim Styling: Waren Skoda-Modelle bisher beim Design dem Pragmatismus verpflichtet, erscheint der neue Superb Combi überaus elegant und deutlich stimmiger in der Seitenansicht als die Limousine.

Als Antrieb in unserem Testmodell werkten ein Zweiliter-Common-Rail-Diesel und ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Das ist selbst im Automatik-Modus ansprechend flott, bei Bergfahrten macht aber das Selberschalten auch viel Spaß.

Wahre Größe

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Der Superb Combi ist länger und breiter als viele seiner Mitbewerber, er liegt satt auf der Straße, in engen Tiefgaragen bemerkt man jedoch schnell, dass er deutlich länger ist, als er scheint.

Der Fahrkomfort profitiert dagegen vom langen Radstand. Die Federungsabstimmung ist guter Durchschnitt. Die elektromechanische Servolenkung entspricht dem hohen VW-Niveau in diesem Bereich. Die Geräuschkultur profitiert deutlich vom Umstieg auf Common-Rail-Diesel gegenüber dem Raubein Pumpe-Düse.

Als Routenführer hatte unser Testmodell das DVD-Navigationssystem "Columbus" als Extra an Bord. Es verbindet Tasten- mit Touchscreen-Bedienung wie von einigen VW-Modellreihen bekannt, was grundsätzlich sehr benutzerfreundlich ist. Gespart wurde aber offenbar bei der Qualität des Touchscreens, der in unserem Auto oft erst nach mehrmaligem Antippen reagierte. Weitere Extras waren Leichtmetallräder, ein Parklenk-Assistent und abgedunkelte Scheiben ab der B-Säule.

Verarbeitung

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Die Verarbeitungsqualität war gut. An der Qualitätsanmutung der im Innenraum verwendeten Materialien kann man noch arbeiten - auch wenn dann die Kannibalisierungsgefahr für Konkurrenzmodelle aus dem VW-Konzern deutlich steigt.

(Kurier) Erstellt am 05.12.2011