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Test
10/15/2021

Skoda Enyaq iV80: Einer, der nicht auffallen will

Das Elektro-SUV übt sich in Zurückhaltung – das hat einige Vorteile

von Sandra Baierl

Der Skoda Enyaq ist nicht angetreten, um aufzurütteln oder gar zu polarisieren. Sein Aussehen soll allen gefallen – außen, wie innen. Er ist auf den ersten Blick unaufregend, rundum rund. Wirkt deshalb vielleicht auch ein bisschen langweilig. Das könnte man aber auch als Stärke interpretieren. Am Enyaq wird man sich nicht schnell sattsehen.

Der kleine Riese aus dem Skoda-Werk ist nach dem ID.3 und dem ID.4 das dritte VW-Modell, das auf der MEB-Elektroplattform gebaut wird. Er ist mit 2.149 kg, wie alle Elektro-SUV, relativ schwer, weshalb ihm wohl auch eine gewisse Elektro-Leichtigkeit beim Beschleunigen fehlt. 204 PS und 310 Nm Drehmoment können da keine Wunder wirken. Selbst im Sport-Modus (es gibt Eco, Comfort, Normal und eben Sport) gibt es mit diesem SUV kein ungezügeltes Losspurten. Brauchen wir eh nicht, aber ein bisschen mehr Agilität würde dem Enyaq (Sportline!) schon gut tun.

Einfach, gut

Im Fahr-Handling ist das Auto herrlich einfach: einsteigen, Gang mit dem kleinen Schiebeknopf einlegen, losfahren (Start-Knopf drücken nicht notwendig). Mit den Lenkradwippen kann man die Stärke der Rekuperation dosieren. In der Stadt ist der Eco-Fahrmodus völlig ausreichend, auch sparsamer im Verbrauch. Apropos: der tatsächliche Verbrauch lag bei uns bei ~20 kWh/100 km, was eine echte Reichweite von 460 km ermöglichte.

Größter Vorzug des Skoda Enyaq ist ganz klar sein Komfort – und zwar in allen Aspekten. Gemütlich beim Beschleunigen, einfach in der Bedienung, das Cockpit übersichtlich und auf ein Minimum reduziert. Das Auto liegt satt auf der Straße, die Federung ist gut abgestimmt, im Inneren bleibt es schön ruhig.

Platz hat man im Enyaq auch für eine 4-köpfige Familie. Der Kofferraum ist 585 Liter groß (umgelegt 1.710) und hat einen doppelten Boden für das Verstauen der Ladekabel. Die Zuglast des Enyaq liegt bei einer Tonne, bei unserer Version war die Anhängekupplung elektrisch.

Den E-Skoda gibt es als Enyaq iV oder als Enyaq iV Sportline, jeweils mit 180 oder 204 PS. Standard ist der Heckantrieb, auch eine x-Version mit Allrad ist erhältlich. Preise: Ab 41.480 Euro in der schwächsten Version (Enyaq iV60). Unsere Testversion Enyaq iV Sportline 80 kommt auf 62.273 Euro. Das ist leider kein Schnäppchen, aber doch viel Auto.

Das gefällt gut
Die familientaugliche Größe und der riesige Kofferraum (585/ 1.710 Liter); Übersichtlichkeit und Einfachheit im Inneren

Das gefällt nicht  
Software und Navigation  eher langsam,   kleines Fahrerdisplay; träge in der Beschleunigung

Wichtigste Daten
Enyaq iV80: 150 kW/204 PS, 310 Nm; 77 kWh Batterie, offizielle Reichweite 534 km, tatsächlich gefahren: 460 km (~20 kWh/100 km Verbrauch);  1,9 m breit, 4,6 m lang, 2.149 kg

Preise
Enyaq iV ab 41.480;  Enyaq iV Sportline 80 mit  Extras 62.273

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