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Skoda-Österreich-Chef Max Egger zwischen Vergangenheit und Zukunft der Marke

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Favorit bis Enyaq: 30 Jahre Erfolgsgeschichte von Skoda in Österreich

Die Meilensteine von Skoda in den vergangenen drei Jahrzehnten - und warum jetzt oft viel Geduld gefragt ist

von Horst Bauer

05/26/2022, 05:00 AM

Begonnen hat alles im Juli 1992. Mit acht Mitarbeitern und zwei Modellen namens Forman und Favorit, von dem es auch eine Pick-up-Version gab.

Seit der Übernahme des Imports von Skoda durch Porsche-Austria in Salzburg prägt Max Egger den Auftritt der kurz zuvor in den VW-Konzern intergrierten tschechischen Marke in Österreich. Was mit dem Verkauf von knapp 300 Stück begann, hat sich in den 30 Jahren seiner Verantwortung für Skoda in Österreich zur Nummer 2 auf dem heimischen Markt ausgewachsen. Und das Kernmodell des Erfolgslaufs, der Skoda Octavia, schaffte es vor der Pandemie sogar, den ewigen Anführer der heimischen Verkaufsstatistik, den VW Golf, von Platz 1 zu verdrängen.

Grund genug, mit Zufriedenheit auf die vergangenen 30 Berufsjahre zurückzublicken. Schließlich haben die Tschechen aus dem VW-Konzern unter der Führung Eggers seit 1992 über 500.000 Autos in Österreich verkauft und es zu einem Marktanteil von über 9 Prozent gebracht.

Der von Skoda Auto in Mlada Boleslav vor kurzem mit dem "Laurin und Klement Award" für sein Lebenswerk ausgezeichnete Egger über seine Beweggründe beim Start der Importorganisation: "Es hatte einen besonderen Reiz, etwas ganz Neues zu machen und eine Traditionsmarke wie Skoda komplett neu einzuführen." Dies trotz einer sehr überschaubaren Markteinschätzung aufgrund der beiden, noch aus der Vor-VW-Ära stammende Modelle Forman und Favorit.

Überraschend viele Akademiker

Mit der Überarbeitung des Favorit, der mit VW-Motoren bestückt 1994 zum Felicia wurde, nahm die Skoda-Fahrt in Österreich aber ersten Schwung auf. Egger erinnert sich an ein für alle überraschendes Detail der ersten Marktjahre: "Positioniert war Skoda in der Startphase als Neuwagen-Alternative zum Gebrauchtwagen. Das hat anfangs überraschend viele Akademiker angesprochen."

Als Knackpunkt für den nachhaltigen Wandel des Markenimages in Österreich zu einem ernst zu nehmenden Hauptakteur auf dem Markt, sieht Egger die Einführung des Octavia im Jahr 1996. Egger: "Das war der Startschuss für die Wiedergeburt der Marke Skoda". Die sich sofort in langen Wartelisten manifestierte. "Das ambitionierte Ziel war, im ersten Volljahr 3.000 Stück zu verkaufen, geworden sind es rund 11.000", erinnert sich Egger an den Hype, der um den Octavia sofort entstand.

Der Erfolgslauf des begehrten Modells hat bis zum heutigen Tag angehalten. Gebremst wird er derzeit nur durch die mangelnde Lieferfähigkeit aufgrund der bekannten Produktions-Engpässe der Autoindustrie. Diese treffen vor allem auch das erste rein elektrische Modell von Skoda. Der Enyaq iV ist so stark nachgefragt bei der Kundschaft, dass diese wegen der Lieferprobleme bei einigen für die Produktion notwendigen Bauteilen Wartezeiten von über einem Jahr in Kauf nehmen muss. Wer jetzt bestellt, kann von Glück reden, wenn er seinen Enyaq iV noch bis Ende 2023 bekommt.

Modelle auch prompt verfügbar

Ist für die Topseller von Skoda also viel Geduld gefragt, sind Modelle der Kompaktklasse - wie Fabia oder Kamiq - derzeit auch sofort verfügbar, sofern man sich nicht auf eine spezielle Ausstattung oder Farbe kapriziert.

Der Erfolgslauf von Skoda in Österreich sollte also auch nach dem 30-Jahr-Jubiläum weitergehen. Ein Garant dafür ist wohl der von Max Egger geprägte pragmatische Zugang der Import-Organisation zu Problemlösungen. Egger: "Wir beschäftigen uns lieber mit Kunden und Händlern und so wenig wie möglich mit uns selbst."

 

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