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21.02.2017

Skoda-Octavia-Facelift:Vier Augen und unverzüglich ein Bier

Das meistverkaufte Modell der Marke wurde laut Werk "intensiv überarbeitet".

Auf den ersten Blick (von außen) kann diese Behauptung jedenfalls intensiv bestätigt werden. Der Octavia wirkt von vorne jedenfalls deutlich breiter und wuchtiger, hinten fallen deutlich veränderte "C"-Leuchtenoptik bei Dunkelheit und eventuell auch die – je nach Motorvariante – um 20 oder 30 mm verbreiterte Spur auf.

Und dann wäre da noch die Sache mit den neuerdings vier Scheinwerfern vorne. Marketingleute und Produktmanager waren bei der Präsentation des Modells eifrig bemüht, gute Stimmung dafür zu machen oder, bei allzu viel Skepsis, das Thema tatkräftig zu überbrücken. Ein jüngerer Verantwortlicher aus dem Produktmanagement zum Beispiel reagierte auf die Frage, ob Skoda zum neuen Octavia schon des Öfteren auf die alte E-Klasse hingewiesen worden sei, mit dem Verdrehen der Augen gen Himmel, gefolgt von einem gewinnenden Lachen – und dem unverzüglichen Nachschenken von Bier beim Fragesteller. Man sagt, Tschechen und Österreicher seien eng seelenverwandt.

Design ist immer Geschmacksache.

Innen ist jedenfalls etwas sehr Geschmackvolles gelungen, nämlich (in den besseren Versionen) ein glatt 9,2 Zoll großer Bildschirm, natürlich berührungsempfindlich und in wirklich edel wirkender Glasoptik. Das ist eigentlich bisher nur einige Klassen weiter oben üblich.

Dort – nämlich beim sehr großen Bruder Superb – hat sich auch der Octavia jetzt mehrfach bedient, seien es kleine haptische Änderungen im Interieur, den Materialien oder dem verfügbaren Umfang bei den zahlreichen Assistenzsystemen (zumeist optional). Apropos Interieur: Gegen Aufpreis kann jetzt auch im Skoda eine LED-Lichtleiste geordert werden, die für eine Ambientebeleuchtung in zehn wählbaren Farben sorgt.

Tolles Platzangebot

Das hat doch was. Für außen können Voll-LED-Scheinwerfer bestellt werden, was schon darauf hinweist, dass sie extra zu bezahlen sind. Was der Skoda konzeptbedingt weiterhin mitbringt, ist ein wirklich tolles Platzangebot, zumal im Vergleich mit allen seinen Mitbewerbern.

Limousine, Combi (mehr als vier Fünftel der neuen Octavia in Österreich sind Kombis), Rabiat-RS sowie hochgestellter Scout sind natürlich weiterhin im Programm. Unter der Haube hat sich nichts geändert, Diesel und Benzin und Erdgas, 86 PS bis hinauf zu deren 184, Schaltgetriebe oder DSG sowie Vorderradantrieb oder Allrad sind in verschiedenen Kombinationen wohlfeil. Das ist auch schon ein gutes Stichwort: 19.980 Euro kostet die billigste Variante, die wirkt aber auch so. 33.420 Euro sind für den stärksten Diesel (184 PS, Combi, Allrad, DSG) fällig.

Da ist natürlich noch Luft nach oben, auch bei Skoda gibt es Aufpreise. Weil die Marke heuer aber in Österreich 25-Jahr-Jubiläum feiert, sind eine ganze Reihe von Paketen geschnürt worden, die sehr attraktive Ersparnis bringen könnten. Vorausgesetzt, der übliche Rabatt wird nicht deswegen gekürzt.

Wer sich an die Vieraugenoptik erst gewöhnen muss: Die Wartezeit kann mit Bier überbrückt werden, vorzüglich mit tschechischem.