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© Skoda

Fahrbericht
12/02/2019

Skoda Superb iV: Was kann die neue Plug-in-Hybrid-Version?

Skoda bietet den Superb nun auch als iV mit 62 Kilometern elektrischer Reichweite an. Wir haben eine erste Ausfahrt unternommen.

von Michael Andrusio

Der entsprechende Deckel ist gut versteckt in der Front der großen Skoda integriert. Dort schließt man also das Ladekabel an, wenn man Strom tanken will. Der Superb ist das erste Modell der Marke Skoda, das als Plug-in-Hybrid zu haben ist.

Die Systemleistung aus Elektromotor und Benziner liegt bei 218 PS. Die Lithium-Ionen-Batterie ist dabei vor der Hinterachse im Fahrzeugboden verbaut. Und zwar so, dass 485 Liter Kofferraumvolumen bei der Limousine und 510 Liter beim Combi (mindestens) übrig bleiben. Zum Vergleich: Die klassisch motorisierten Superb-Modelle bieten 625 Liter (Limousine) bzw. 660 Liter (Combi) Laderaumvolumen.

Stolz erklären die Skoda-Entwickler, dass die Batterie Heizung und Climatronic mit Strom versorgt, und so kann man nun via App die Klimatisierung vor Fahrtantritt vorwählen.

Rein elektrisch kann der Superb auch fahren, diesbezüglich muss man einen Knopf in der Mittelkonsole drücken und dann am Touchscreen e-Mode wählen. Maximal sind es 62 Kilometer, was ein absolut ordentlicher Wert ist. Wenn die Batterie leer gefahren ist, hat man dann noch den 50-Liter-Tank, und Skoda rechnet vor, dass der Superb (mit voller Batterie und vollem Tank) auf eine Reichweite von 930 Kilometern kommt, was Vielfahrer und Langstreckenpiloten freuen dürfte.

Den durchschnittlichen Spritverbrauch gibt Skoda mit 1,5 Liter an, die entsprechende CO2-Emission mit 33 - 35 g pro km.

In Fahrt

Abseits von solchen Zahlen beeindruckt der Superb aber vor allem mit seiner Fahrcharakteristik. Im Hybrid-Modus wählt das System die Antriebsquelle, die gerade am besten passt. Wenn man wirklich wissen will, wie die Kraft strömt, muss man schon das Display anwerfen. Angestrengt klingt der Skoda nur, wenn man das Gaspedal voll durchtritt – dann beschleunigt der Superb in 7,7 Sekunden auf 100 km/h – wirklich nötig ist diese Vorgehensweise aber selten. Dass man im elektrischen Modus nichts von der Antriebsquelle hört, ist soweit logisch (deswegen gibt dann auch ein Soundgenerator ein spezielles Geräusch ab, um Fußgänger oder Radfahrer aufmerksam zu machen). Aber auch sonst erweist sich der Superb als gut gedämmt und hält Lärm von den Fahrgästen fern. das gilt auch für die Windgeräusch bei Autobahntempo. Der große Tscheche erweist sich so als komfortable Reiselimousine (oder Reisekombi).


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Bild links: © Skoda

Bild rechts: © Skoda

Noch eine Funktion hat der Superb iV. Wenn man bei DSG-Getriebe den Wählhebel in B schiebt, verzögert der Wagen praktisch ohne zusätzlichen Druck aufs Bremspedal. Und so fließt auch wieder Strom in die Batterie. Sonst dauert das Laden mit dem Typ-2-Ladekabel, das serienmäßig dabei ist, ca. 5 Stunden an einer gewöhnlichen Steckdose. Mit dem optional verfügbaren Typ-3-Kabel kann man an einer Wallbox (3,6 kW) die Batterie in 3:30 Stunden wieder füllen.

Die Anmutung der eingesetzten Materialien ist hochwertig, die Bedienung gibt dem Fahrer keine Rätsel auf.

Bestellen kann man den Superb iV schon, die Preise beginnen bei € 44.160,– für die Limousine und € 45.070,– für den Combi. Skoda gewährt einen E-Mobiltätsbonus von 1.650 Euro bzw. eine Business-Prämie für Unternehmer von 4.300 Euro.