© werk

News
12/05/2011

Skodas Up heißt Citigo

Skoda Citigo: Nach VW präsentieren nun auch die Tschechen ihre Version des Kleinwagens, der in Bratislava gebaut und ab Juni 2012 bei uns zu haben sein wird.

Was dem einen sein Up, ist dem anderen sein Citigo. Nach VW präsentiert nun auch Škoda die entsprechende Variante des neuen Kleinwagens und die heißt eben Citigo. Optisch folgt der Citigo klar der neuen Škoda-Designlinie und ist zumindest von vorn sofort als Produkt aus Mlada Boleslav zu erkennen. Chefdesigner Kaban drückt es noch deutlicher aus und erklärt, dass man dem Auto kein Mickey-Mouse-Gesicht gegeben habe, sondern eine seriöse Front.

Klar strukturiert auch das Innere, aber mit jeder Menge nützlicher Details (von kleinen Netzen an den Sitzwangen bis zum Clip am Armaturenträger, um z. B. Fotos anzuheften). Wie beim Up gibt's optional ein Navi-System zum Aufstecken.

Erstaunlich ist das üppige Platzangebot im Citigo. Vorne sowieso und auch hinten sitzt man gut (wenn die Vorderleute nett sind) und die Vordersitze klappen beim Dreitürer weit genug nach vorne. Aber es wird auch vom Citigo eine fünftürige Version geben. Der Citigo ist als Viersitzer ausgelegt, ein Fünfsitzer wird bei Škoda zumindest "nicht ausgeschlossen". Das Raumwunder hat einen einleuchtenden technischen Hintergrund, der Radstand ist für ein 3,56-m-Auto mit 2,42 m relativ groß. Das Kofferraumvolumen beträgt 251 Liter, mittels Umklappen der Rücksitzlehne kommt man auf 951 Liter. Auch hier gibt's Netze, um Ladegut zu sichern.

3-Zylinder

Škoda bietet den Citigo mit zwei neu entwickelten 3-Zylinder-Benzinmotoren mit jeweils 1,0 Liter Hubraum an. Die Leistung beträgt 60 bzw. 75 PS, dazu schaltet man ein 5-Gang-Getriebe. Škoda verspricht einen durchschnittlichen Spritverbrauch von 4,5 Liter (bzw. 4,7 Liter für die stärkere Version), die auf Sparsamkeit getrimmte Green-Tec-Variante (mit Start/Stopp) kommt auf 4,2 Liter. ESP wird auch an Bord sein.

Der Citigo kommt bei uns voraussichtlich im Juni 2012 auf den Markt, Preis ist noch keiner fixiert, man wird aber günstiger sein als VW (sagt Škoda-Boss Vahland). Das bedeutet klar weniger als 10.000 Euro.

Von der Theologie zur Gestaltung

Seine Visitenkarte ist der Yeti. Das Erfolgsmodell von Škoda hat der Steirer Karl Neuhold (46) als Chef des Exterieur-Design in Mlada Boleslav entscheidend geprägt. Der aus Wolfsberg im Schwarzautal in der Steiermark stammende Neuhold machte zunächst seinen Magister in Theologie & Religionspädagogik in Graz. Erst danach begann er sein Industrial-Design-Studium in Linz und am Royal College of Art in London. Er startete seine Karriere im VW-Konzern 1993 mit dem ersten Job als Designer bei Audi. 1995 wechselte er ins Vorausdenker-Studio des Konzerns nach Barcelona, von wo man ihn 2000 in die Zentrale nach Wolfsburg holte. Hier arbeitete er am Design neuer VW-Modelle, bis er 2006 als Leiter des Außen-Designs zu Škoda nach Mlada Boleslav wechselte.

Bei der Gestaltung der eigenen Variante des Kleinwagen-Konzeptes des Konzerns gelang es Neuhold mit seiner Mannschaft sich gegen den Stammvater VW Up gut zu behaupten. Und mit der robusten, schnörkellosen Studie der kommenden Modellreihe zwischen Fabia und Octavia, die auf der abgelaufenen IAA in Frankfurt für Furore sorgte, zeigt er, in welche Richtung es bei Škoda in Hinkunft geht.

Die etwas "schmalgepickte" Optik des aktuellen Fabia dürfte jedenfalls Geschichte sein.

Mehr zum Thema

  • Bilder

  • Hintergrund

  • Bilder

  • Hintergrund

Kommentare