News 05.12.2011

So fährt sich der Audi Q3

So fährt sich der Audi Q3
© Werk

Das dritte Sports Utility Vehicle (SUV) von Audi hat Technik vom VW Tiguan unterm Blech, Sportlichkeit aus dem eigenen Haus - und Konkurrenz aus Bayern und England.

Der fürs Produktmarketing zuständige Herr mit Namen Michael Eppler weiß es ganz genau: Der Audi Q3 sei ein "young compact performance SUV" mit einem "Auftritt mit urbanem Charakter." Solche Formulierungen gehen Herrn Eppler flüssig von den Lippen, dafür wird er schließlich bezahlt.

Leichtfüßig unterwegs: Der Q3 ist völlig unproblematisch.
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Der Q3 also, auf Basis der VW-Konzern-Plattform A3 (mit Quereinbau des Frontmotors) errichtet, ist mit 4,39 m Länge vergleichsweise kompakt. 1,59 Meter Höhe (ohne Dachreling, die übrigens Serie ist) sind SUV-typisch für dieses Segment. Der Radstand von 2,6 m lässt sehr manierliche Maße im Innenraum zu.

Dort vermittelt der Q3 tatsächlich ein recht angenehmes Raumgefühl, selbst groß Gewachsene können auf der Rückbank noch akzeptabel reisen. Der Kofferraum, über eine relativ hohe Ladekante (knapp 80 cm) zugänglich, schluckt im Normalfall exakt 460 l, die auf bis zu 1365 l Volumen ausgebaut werden können. Der Laderaumboden ist dann aber nicht ganz eben. Für lange Trümmer lässt sich auch die Beifahrersitzlehne umklappen, vorausgesetzt allerdings, dieses Extra wurde bereits bei der Bestellung berücksichtigt. Die Heckklappe ist auch beim kleinsten "Q" als umgreifend ausgeführt, sie trägt also auch die kompletten Leuchteneinheiten.

Fahren

Leichtfüßig unterwegs: Der Q3 ist völlig unproblematisch.
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Untadelig gibt sich der Q3 im Fahrbetrieb, was sollte da auch schon groß sein. Die Balance zwischen Sport und Komfort ist jedenfalls ausgezeichnet gelungen, das Wägelchen fährt sich leichtfüßig wie ein Kompaktauto. In der einfachsten Version, nämlich mit dem schwächeren Dieselmotor und Frontantrieb, bringt der Q3 1145 kg Leergewicht auf die Waage.

Die anderen Versionen sind alle mit Allradantrieb bestückt, der von VW stammt und daher nicht mit Planetengetriebe oder Torsendifferenzial arbeitet, sondern mit Haldex-Lamellenkupplung. Der Laie wird keinen Unterschied bemerken.

Mit Offroad-Fahren hat der Q3 trotz einer Bodenfreiheit von 17 cm gar nichts am Hut, er ist im städtischen Gebiet daheim. Zum Start gibt es keinerlei Geländeextras (Bergabfahrhilfe als Elektronikfunktion kommt später), ein geplantes Offroad-Paket wird sich auf rein optische Belange beschränken.

Assistenten

Leichtfüßig unterwegs: Der Q3 ist völlig unproblematisch.
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Der Audi Q3, für den der Importeur übrigens selbstbewusst allerlei Mitbewerber negiert und ausschließlich BMW X1 und Range Rover Evoque als Konkurrenz akzeptiert, lässt sich mit allerlei Assistenzsystemen und hilfreichen Details aufrüsten. Das reicht vom Xenon-Lichtpaket über Internetzugang (und Hotspot-Funktion), Drive Select (Fahrmodi) und Einparkassistent bis zu einem Beleuchtungspaket innen, wo u. a. sogar die Becherhalter ringförmig beleuchtet werden. Dafür gilt das bekannte Szenario: Für beinahe alles ist extra zu bezahlen.

Das ist ja üblicherweise auch beim Mitbewerb so.

(Kurier) Erstellt am 05.12.2011