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© Jeep

Fahrbericht
06/18/2021

So fährt sich der Jeep Wrangler mit Stecker

Der Wrangler wird als 4xe zum Plug-in-Hybrid, behält dabei seine Offroad-Fähigkeiten und offenbart bei unserer Testfahrt in den italienischen Alpen ganz neue Seiten

von Michael Andrusio

Es ist eine völlig neue Erfahrung. Wenn man schon mit diversen Motorisierungen durchs Gelände gefahren ist, so offenbart der Jeep Wrangler 4xe ein völlig neues Erlebnis. Kein brummender Benziner, kein nagelnder Diesel begleitet die Fahrt durch den Wald, sondern nur ein leises Surren vom Elektromotor. Und wenn man das Fenster öffnet, wird das Motorgeräusch sogar vom Zwitschern der Vögel überlagert.

Jeep macht nun auch den Wrangler zum Plug-in-Hybrid und wenn es der Akku hergibt, fährt man hier rein elektrisch. Das wird vielleicht so manchem Benzinbruder in der Jeep-Gemeinde nicht gefallen, zumal es keine Wahlmöglichkeit mehr gibt und der Wrangler nur mehr als Plug-in-Hybrid zu haben sein wird. Was auch sinnvoll scheint, da der Benziner 4000 Euro mehr kosten würde.

Die Jeep-Macher nehmen Kritikern gleich mit den Offroad-Eigenschaften des elektrifizierten Wrangler den Wind aus den Segeln. Durch den elektrischen Antrieb gibt es sofort ausreichend Drehmoment dort, wo man es braucht und der Motor muss nicht erst Drehzahl aufbauen. So klettert der Wrangler souverän und noch kontrollierter über Stock und Stein. Seine sonstigen Offroad-Fähigkeiten bleiben natürlich erhalten, die Wrangler mit 4xe bekommen ebenso die „Trail rated“-Auszeichnung und falls es durchs Wasser geht, so kann der Jeep mit einer Wattiefe von maximal 76 Zentimeter aufwarten. Sämtliche elektrische Hochspannungskomponenten, inklusive der Verkabelung zwischen Batteriepack und E-Motoren sind wasserdicht versiegelt.

380 PS

Zur Technik:. Jeep kombiniert für den 4xe-Antrieb einen 2,0-Liter-Turbobenziner mit zwei Elektromotoren. Ein E-Motor liefert 45 kW, der zweite 107 kW – zusammen mit der Leistung des Benziners stehen 380 PS Systemleistung zur Verfügung.

Das ist natürlich eine Menge Kraft, gleichzeitig haben die drei Triebwerke rund 2,4 Tonnen zu bewegen. Aber an den Fahrleistungen gibt es nichts auszusetzen. Tritt man das Gaspedal voll durch, sprintet der Jeep in 6,4 Sekunden auf 100 km/h. Wie bei fast allen Plug-in-Hybriden üblich, hat man drei Fahrmodi, die der Fahrer per Knopfdruck wählen kann. Im Standardmodus „Hybrid“ werden Benziner und Elektroantrieb je nach Bedarf kombiniert. Im reinen E-Modus rollt der Wrangler elektrisch durchs Gelände oder durch die Stadt. Der Strom, der in einer Lithium Ionen Batterie gespeichert wird, reicht für 40 bis 50 Kilometer. Und man wählt den reinen Verbrennermodus, wenn man sich den Strom für später aufsparen will oder die Batterie so während der Fahrt lädt. Zum verstärkten Batterieladen hat man sogar noch einen eigenen Schalter im Cockpit.

Im Kommandostand des Wrangler hat man noch jede Menge Schalter und Hebel. Neben dem Automatikwählhebel gibt es den Hebel für den Antrieb – vier Fahrmodi stehen zur Wahl, inklusive Geländeuntersetzung. Dabei ist der Rubicon fürs schwerere Gelände gerüstet (mit Tru-Lok-Vorder- und Hinterachssperren, entkoppelbarem Querstabilisator vorne oder Geländereifen).

Als Rubicon kostet der neue Wrangler Unlimited 4xe ab 79.490 Euro. Etwas günstiger kommt der Sahara ab 76.490 Euro. Zudem gibt es noch das Sondermodell 80th Anniversary für 80.490 Euro. Zu haben ist der Jeep ab sofort.

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