News 19.04.2012

Später: Notruf für Motorräder

Später: Notruf für Motorräder
© Hersteller / Volvo

Notrufsysteme. Was Autohersteller anbieten. Ein Auszug.

Nach eigenen Angaben führte BMW global als erster Hersteller 1997 in den USA, 1999 in einigen Ländern Europas und 2007 in Österreich den Notruf ein. Die Funktion ist Teil von "Connected Drive", der Notruf geht ans BMW Assist Callcenter. Dieses ruft die Rettungsdienste. Der Notruf, manuell via SOS-Knopf oder automatisch via Crashsensor, erfolgt dank fest verbauter Telefoneinheit (kein Handy nötig) und beinhaltet umfassende Infos. Preis: in Österreich ab € 560,– netto. Ausstattungsrate bei uns: 40 %, weltweit 1 Mio. Nutzer. Für Motorräder in Planung. Vor Missbrauch schützen die Nachfragen des Callcenters sowie anfallende Kosten (etwa für Notruf bei leerem Tank).

Volvo sieht sich als Notruf-Vorreiter in Europa. Bei uns gibt’s "Volvo on Call" (Bild) mit Notruffunktion seit 2011, seit heuer auch als App für Smartphone. Die Anrufe werden via "Mondial" (Versicherung) abgewickelt. Funktioniert grenzüberschreitend in 14 Ländern Europas. Preis: € 550,– netto. Ausstattungsrate: 4 % bei uns.

Mercedes startete 1999 mit Partner in den USA das System "mbrace". In Europa wird ein Notrufsystem in Verbindung mit "Comand Online" ab Juni eingeführt. Die Leitzentrale führt Bosch. Preis bei uns: € 2735,– netto (E-Klasse).

Bei Audi ist ein automatischer Notruf mit "MMI Navigation plus" und Handy möglich. Die Ortung erfolgt via Handy­ortung. Kein SOS-Knopf. Preis (z. B. für A1): € 3610,– netto.

Renault glaubt, dass durch E-Call weniger Leben gerettet werden, als die EU hofft. 2014 soll aber "R-Link", das Notrufe ermöglicht, als Option angeboten werden (ca. € 300,–).

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(Kurier) Erstellt am 19.04.2012