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05.02.2017

Subaru: "Einfach immer auf den Grip achten"

Aus dem Rallyegeschäft ist Subaru ausgestiegen, der Sportlichkeit bleibt man verbunden.

"Unsere Autos sind wirklich nicht schön, aber so, wie die Kunden sie wollen", so David Dello Stritto, Subaru. Offenbar keine leere Marketingaussage, denn nach 10 Jahren sind 96 % der Subaru noch immer im Erstbesitz, der Anteil der Privatkäufer ist mit 61 % deutlich höher als bei Mitbewerbern.

Als einen wesentlichen Vorteil von Subaru sieht Stritto den permanenten Allradantrieb, der im Vergleich zu den immer zahlreicheren "on demand" Systemen tatsächlich immer aktiv ist, während die On-demand-Systeme 33 Millisekunden brauchen, bevor sie ihre Vorteile ausspielen können. Bei einem Tempo mit 120 km/h seien das rund 10 m.

Tatsächlich vermittelten die Testfahrten mit den verschiedenen Subaru-Modellen auf Eis und Schnee einen sehr sicheren Eindruck. Der tiefe Schwerpunkt dank des Boxermotors ist ein spürbarer Vorteil. Der nun in fast allen Modellen angebotene Track-Modus, der schrittweise die Traktionskontrolle und dann auch das Stabilitätssystem ausschalten lässt, erlaubt dem erfahrenen Fahrer, den Wagen spielerisch auf Eis und Schnee zu bewegen.

Das größte Vergnügen für Sportfans bietet naturgemäß der WRX STI auf abgesperrtem Schnee- und Eisparcours, am besten gelenkt von einem finnischen Rallyestar wie Jani Ylipahkalas, der sein erstes Auto mit 9 Jahren kaufte, einen Fiat 850. Gefragt nach ein paar hilfreichen Tipps für richtiges Fahren auf Schnee und Eis, meinte er ruhig, während er mit 160 km/h über die Piste brettert: "Einfach immer auf den Grip achten."

Im Aufwind

Für den japanischen Allradspezialisten verlief 2016 sehr positiv. Weltweit stiegen die Verkäufe um fast 10 % erstmals auf mehr als 1 Million, in Österreich konnte der Verkauf auf 601 Autos gesteigert werden. Mehr ließen Lieferengpässe nicht zu. Für 2017 ist der Importeur vorsichtig optimistisch.

XV Der beliebteste Subaru in Österreich ist der kompakte SUV XV. Für die Automatikversion gibt’s eine weitere Ausstattungslinie z. B. mit Glas-Schiebedach oder schlüssellosem Zugangssystem und Start-Knopf. Preis: ab € 21.990,–. Auf dem Autosalon in Genf Anfang März wird der neue XV vorgestellt.

Forester Der zweitbeliebteste Subaru bleibt unverändert. Preis: ab € 29.990,–.

Outback Ab März 2017 haben alle Outback serienmäßig ein Rear Vehicle Detection System mit Spurwechsel- und Querverkehrsassistenten für rückwärtiges Ausparken. Die Preise bleiben gleich (ab € 39.990,–).

Levorg Der jüngste Subaru in Österreich, Start war 2016, erhält serienmäßig das Eye Sight-System, das vom Outback her bekannt ist und dank Stereokameras wichtige Sicherheitsinfos beim Fahren gibt. Im Levorg ist es mit einem aktiven Spurhalteassistenten mit Lenkunterstützung kombiniert. Die neue Topversion bietet z. B. Ledersitze vorne und hinten und ein Navigationssystem. Diesel gibt es für ihn nicht. Preis: ab € 29.990,–.

WRX STI Der Sportlichkeit bleibt die Marke auch ohne Rallyesport verpflichtet, somit der WRX STI im Programm, auch in Österreich. Fürs Modelljahr 2017 wurde die Komfort- und Sicherheitsausstattung ausgebaut. Preis: ab € 54.990,–.

BRZ Wird in Österreich nicht mehr angeboten, anders als sein Pendant, der Toyota GT 86.

Ausblick

Für die nächsten Jahre verspricht Subaru jährlich ein neues Modell. Was wann nach Österreich kommt, ist noch unklar. 2019 soll ein neuer kleiner Turbo-Direkteinspritzbenziner starten, etwas früher ein Plug-in-Hybrid, 2021 ein Elektroauto. Der Dieselanteil sank zuletzt von 73 auf 63 % im Jahr 2016.

Subaru WRX Sti im Schnee

Subaru brachte die Pkw auf den Allrad

Von der Idee des Leonardo da Vinci 1506 bis zum Allradantrieb unserer Tage war’s ein weiter Weg, der auch über den Radnabenantrieb des Lohner-Porsche führte. Die Nachfrage nach allradgetriebenen Geländewagen im 2. Weltkrieg sorgte für den nächsten Schwung, der kleine japanische Autohersteller Subaru brachte schließlich den Allradantrieb 1972 in die Pkw. Bis dahin baute der Subaru-Mutterkonzern vor allem Flugzeugkomponenten.

Doch dann kam der Auftrag, für einen japanischen Stromkonzern einen geländegängigen Kombi für die Servicetechniker zu entwickeln. Gesagt, getan. 1972 stellte Subaru den Kombi Leone Station Wagon AWD vor. Während es sich dabei noch um einen zuschaltbaren 4x4 handelte, wurde dieser später durch einen permanenten Allradantrieb mit Zentraldifferenzial (Visco-Sperre bzw. elektronisch gesteuerte Kupplungen) ersetzt.

Subaru hat mit dem Leone AWD den Pkw-Markt revolutioniert und sieht sich nach wie vor als größter Allrad-Pkw-Hersteller der Welt.