© Werk

Blitztest
04/05/2013

Subaru Forester: Für Wege, die es noch gar nicht gibt

Der Fernost-SUV geht in der 4. Generation an den Start und überzeugt mit guten Allround-Eigenschaften.

von Ad Raufer

SUV ersetzen wegen der reichlich vorhandenen Übersicht, der (manchmal durchaus nützlichen) Geländetauglichkeit und der erhabenen Sitzposition zunehmend Limousinen oder Kombis klassischen Zuschnitts.

Außerdem haben sie wegen der immer sparsamer werdenden Dieselaggregate endlich das Image der Spritschlucker vergangener Tage abgelegt.

Bei uns hält der SUV-Marktanteil derzeit bei einem Allzeit-Hoch von knapp 19 Prozent. An der Spitze des Segments rangiert unangefochten der VW Tiguan, der es 2012 auf 9378 verkaufte Exemplare brachte und damit mehr als doppelt sooft gekauft wurde wie der Nissan Qashqai (4381 Stück).

Geländetauglich

Subaru gilt als ehrlicher, verlässlicher und traditionsverbundener Hersteller – und genau diesem Selbstverständnis folgt auch die neue vierte Forester-Generation: Der Kompakt-SUV ist kein zweckfreies Designerstück, sondern wegen des permanenten Allradantriebs, des mittig platzierten Zentraldiffernzials mit Viscobremse, der Drehmomentverteilung von 50:50 und der um 5 auf nunmehr 220 Millimeter gewachsene Bodenfreiheit vorzüglich geeignet, im rauen Gelände ohne große Anstrengung zu klettern.

Neben der reichlich vorhandenen Allradkompetenz profiliert sich Subaru seit Jahrzehnten außerdem auch über den Motorenbau und dem Festhalten am Boxerkonzept. Der 147 PS leistende und weltweit einzige Diesel in Boxer-Bauform startet laut, läuft betriebswarm aber sehr kultiviert. Das passt gut zur komfortablen Federung – und macht den Fernost-Kompakt-SUV zum angenehmen Reisebegleiter: Aufgrund des auch bei zügiger Fahrt niedrigen Verbrauchs muss man als Forester-Pilot nämlich selten an die Tankstelle und erzielt trotzdem hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten.

Weil sich der in allen relevanten Abmessungen geringfügig gewachsene Forester sehr gut auch als Zugfahrzeug eignet, werden Besitzer von Wohnwagen, Boots- oder Pferdeanhängern deshalb die maximale Anhängelast von 2000 Kilo sehr zu schätzen wissen: Als segensreich erweist sich daher das neue nun zum Einsatz kommende Hänger-Stabilisierungssystem, das durch Bremseingriff das Schlingern eines Anhängers verhindert und so das Gespann stabilisiert.

Der rundum erneuerte Forester ist kein arroganter Schickimicki-Allradler, sondern ein Vernunft-SUV klassischen Zuschnitts. Und darauf kommt’s ja schließlich an.

Subaru Forester 2,0D Sport

Antrieb: 4-Zylinder-Boxer-Diesel, Direkteinspritzer, 2 oben liegende Nockenwellen, 4 Ventile/Zylinder, Turbolader, Ladeluftkühler; 6-Gang-Getriebe, Allradantrieb, Viscosperre; Spitze 190 km/h, 0–100 in 10,2 sec; Euro 5.

Hubraum: 1998 , 147 PS/108 kW

maximales Drehmoment: 350 Nm bei 1600 U/min

Fahrwerk: Selbst tragende Karosserie, vorderer Hilfsrahmen, Einzelradaufhängung, vorn McPherson-Federbeine, Dreieckquerlenker, Stabilisator, hinten Mehrlenkerachse, vorn/hinten Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer, Scheibenbremsen (vorn/hinten innen belüftet), Zahnstangenlenkung mit elektrischer Servounterstützung, ABS, Bremsassistent, elektronisches Stabilitätsprogramm.

Maße (L x B x H): 4595 x 1795 x 1735 mm

Wendekreis: 11,2 m

Radstand: 2640 mm

Böschungswinkel: vorn/hinten 25/27 Grad

Rampenwinkel: 20 GradWattiefe: 300 mm

Bodenfreiheit: 220 mmGesamtgewicht: 2027 kg Eigengewicht: 1556 kg Zuladung: 471 kg

Kofferraum:505-1592 Liter Anhängelast:gebremst/ungebremst 2000 kg/750 kg

Tankinhalt: 60 Liter

Höhe/Ladekante: 700 mm

Normverbr.: 5,9 l/100 km 156 g/km CO²

Testverbr.: 7,1 l/100 km

Preis: 43.990 €

Preis Testwagen: 43.990 €

Motorbezogene Versicherungssteuer: 554,40 €

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.