suzuki sx4

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Fahrvorstellung
06/25/2013

Suzuki SX4: Der Name ist Schall und Rauch

Erste Ausfahrt mit dem verwirrend benannten Kompakt-SUV, der im Oktober startet.

von Horst Bauer

Der Name täuscht. Mit dem aktuellen Auto unter der gleichen Bezeichnung hat der neue Suzuki SX4 nichts zu tun. Angesiedelt im boomenden Marktsegment von Nissan Qashqai & Co. ist das kompakte Raumfahrzeug mit Geländewagenoptik um mehr als 15 cm länger (4,30 m) als das existierende Modell und bietet demnach auch wesentlich mehr Platz für Passagiere und Gepäck (Kofferraumvolumen mindestens 430 gegenüber 270 Liter).

Um beim Fischzug nach neuer Kundschaft die an das kleinere Modell gewöhnte Klientel nicht zu verschrecken, bleibt der bisherige SX4 allerdings ein Jahr lang weiter in Produktion (als Benziner mit Allradantrieb).

So viel zur Klärung der komplizierten Familienverhältnisse. Dem neuen SX4 selbst sieht man an, dass dessen Entwickler und Designer wohl öfter vom Nissan Qashqai geträumt haben müssen. Zu genau ist der Suzuki auf den Überflieger des Marktsegments hin ausgerichtet. Es hätte ihm Schlechteres passieren können.

Von den Platzverhältnissen im Passagierraum bis zur Materialauswahl ist alles genau so, wie man sich das bei so einem vielseitig einsetzbaren Mobil erwartet. Um sich von der dicht gedrängten Konkurrenz doch noch durch eine Besonderheit absetzen zu können, haben die Suzuki-Ingenieure das „weltweit erste zweiteilige Panoramaglasdach“ entwickelt, „bei dem beide Glasflächen bewegt werden können.“ Das ergibt dann eine Schiebedachöffnung, die in diesem Segment erst getoppt werden muss.

Diesel als Wahl

Auf den ersten Kilometern am Steuer des neuen SX4 über gewundene toskanische Landstraßen zeigte sich eine gelungene Fahrwerksabstimmung, die gute Balance zwischen Komfort und Sportlichkeit hält. Als Motorisierung der Wahl sei der von Fiat stammende 1,6-l-Diesel mit 120 PS Leistung und 320 Nm Drehmoment bei 1750 Touren empfohlen, der den recht drehmomentschwachen Benziner (1,6-Liter, 120 PS, aber nur 156 Nm/4400 Touren) nicht nur dadurch aussticht, dass er mit einem 6-Gang-Getriebe gekoppelt ist (Benziner 5-Gang und für Schaltfaule auch mit stufenloser Automatik). Im Alltagsverkehr geht mit dem Diesel mehr weiter, ohne Drehzahlgipfel erklimmen zu müssen.

Beide Motorisierungen sind mit Front- oder Allradantrieb zu haben, wobei Letzterer via Drehschalter von automatischer Zuschaltung bei Grip-Verlust über ein auf rutschige Fahrbahnen optimiertes Programm (Schnee) bis zum permanenten Antrieb aller vier Räder variiert werden kann.

Bei uns startet der neue SX4 im Oktober. Preislich wird er sich je nach Ausstattung und Antriebsvariante zwischen knapp unter 20.000 und 30.000 Euro bewegen. Alle in Österreich ausgelieferten Modelle werden über eine Start-/Stopp-Automatik verfügen.