Mit 75 noch verkehrsfit: Arnold Schwarzenegger am Montag, 15. Mai 2023, im Rahmen einer Radtour in Wien.

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Tag der Verkehrssicherheit 2023: Sind Ältere besonders gefährdet?

Vom 1. Jänner bis 11. Juni 2023 gab es 142 Verkehrstote. Muss Österreichs Verkehrsplanung fußgänger- und seniorengerechter werden?

von Teresa Richter-Trummer

06/16/2023, 09:07 AM

Anlässlich des Internationalen Tages der Verkehrssicherheit am 17. Juni möchte Peter Kostelka, Präsident des unabhängigen Pensionistenverbandes Österreichs, einen Fokus auf ältere Verkehrsteilnehmer legen: „Ältere Personen werden im Straßenverkehr überdurchschnittlich häufig schwer verletzt oder sogar getötet. Gemessen an der Gesamtbevölkerung war die Anzahl der im Straßenverkehr getöteten Personen in der Altersgruppe 75 bis 84 am höchsten, danach folgte die Gruppe 85+. Einen besonders hohen Anteil haben Senioren unter den getöteten Fußgängern. In den letzten Jahren war jeder zweite tödlich verunglücke Fußgänger 65 Jahre oder älter“, so der PVÖ-Präsident. Der unabhängige Pensionistenverband Österreichs fordert, dass die Verkehrsplanung künftig fußgänger- und seniorengerechter gestaltet werden muss.

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369 Menschen verunglückten im Jahr 2022 auf Österreichs Straßen tödlich. Bei Verkehrsunfällen verloren 2022 179 Pkw-Insassen ihr Leben, 55 Motorradfahrer (davon 10 mit Leicht-Motorrädern), 49 Fußgänger, 40 Radfahrer (davon 20 mit Elektro-Fahrrädern), 21 Lkw-Insassen (davon 18 im Klein-Lkw), acht Mopedfahrer, sechs Beteiligte mit Seniorenmobilen, vier Lenker von E-Scootern, drei Microcar-Lenker, drei Traktor-Lenker und ein Bus-Lenker.
14 Fußgänger kamen auf einem Schutzweg ums Leben.
Angestiegen gegenüber 2021 ist die Zahl der getöteten Pkw-Insassen, der Fußgänger und der Lkw-Insassen. Zurückgegangen ist die Zahl der getöteten Motorrad- und Leichtmotorradlenker, Radfahrer und Moped-Lenker.

Als vermutliche Hauptunfallursachen der tödlichen Verkehrsunfälle gelten Unachtsamkeit und Ablenkung (25,6 %), nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (22,7 %), Vorrangverletzungen (19,8 %), Herz-/Kreislaufversagen/akute Erkrankungen am Steuer (7,8 %), Fehlverhalten von Fußgängern (5,1 %), Überholen (4,9 %), Missachtung von Geboten/Verboten (4 %), mangelnder Sicherheitsabstand (2,6 %) und Übermüdung (2,6 %). Alkoholisierung war bei 18 oder 5,2 Prozent der tödlichen Unfälle gegeben.Von den 179 tödlich verunglückten Pkw-Insassen verwendeten 123 den Sicherheitsgurt, 56 waren nicht angegurtet.
13 Kinder im Alter bis 14 Jahre kamen im Straßenverkehr 2022 ums Leben, davon 6 als Pkw-Insassen, 4 als Fußgänger, 1 als Lenker eines E-Scooters, 1 als Mopedlenker und 1 als Radfahrer.
In der Altersgruppe der 17- bis 29-Jährigen kamen 62 Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben.
Mehr als ein Drittel aller Verkehrstoten waren zum Unfallzeitpunkt 60 Jahre oder älter, 52 davon älter als 80 Jahre.

 

Was der unabhängige Pensionistenverband dennoch entschieden ablehnt sind Einschränkungen für ältere Führerscheinbesitzer. Diese sind derzeit im Zuge der Überarbeitung der EU-Führerscheinrichtlinie geplant.
In der Schweiz geschah die Einführung der obligatorischen Untersuchung bereits in den 1970er-Jahren. Derzeit müssen dort Seniorinnen und Senioren ab mit 75 Jahren zum Medizincheck, um weiterhin Auto fahren zu dürfen. Die sogenannte verkehrsmedizinische Kontrolluntersuchung erfolgt alle zwei Jahre. Der Fonds für Verkehrssicherheit (FVS) muss laut SRF mit Informations- und Sensibilisierungsmassnahmen dafür sorgen, dass sich Seniorinnen und Senioren sich spätestens im Alter von 70 Jahren mit ihrer Fahreignung befassen.
Für den Tag der Verkehrssicherheit 2023 plant das Kuratorium für Verkehrssicherheit kein besonderes Programm. Man werde sich dem Thema auf dem Instagram-Kanal annehmen (@kfv.at)

 

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