Nissan X-Trail

© Michael Andrusio

Test: Was kann der neue Nissan X-Trail?
05/03/2015

Test: Was kann der neue Nissan X-Trail?

Der neue X-Trail gehört zu jenen SUV, die man auch mit sieben Sitzen haben kann.

von Michael Andrusio

Ähnlichkeiten zum aktuellen Qashqai sind weder unerwünscht noch zufällig. Tatsächlich bedienen sich X-Trail, Qashqai (und auch der Renault Kadjar, aber das ist eine andere Geschichte) aus ein und demselben Genpool. Technisch sowieso, aber auch optisch.

Bleiben wir zunächst beim Thema Optik. Von vorne schaut der X-Trail dem Qashqai buchstäblich zum Verwechseln ähnlich, das Heck hat aber ein eigenständiges Design. Falls man die beiden bei Gelegenheit nebeneinander stehen sieht, wird man auch feststellen, dass der X-Trail das größere Auto ist.

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In Zahlen ausgedrückt heißt das 26 cm mehr Länge, und die braucht der X-Trail auch, übernimmt er doch die Rolle des früheren "Qashqai lang". Optional kann man den X-Trail mit einer dritten Sitzbank bestücken, das schlägt sich im Kaufpreis mit 799 Euro plus zu Buche. Natürlich sind die Sitze in Reihe drei, wenn sie aus dem Kofferraumboden herausgeklappt werden, nur für Kinder und/oder als Notsitze geeignet. Weitaus mehr Platz gibt’s in der zweiten Reihe, die davon profitiert, dass man die Rücksitzbank in der Länge verschieben kann.

Kofferraum

Ausreichend Platz bietet auch der Kofferraum, solange man nicht die dritte Sitzreihe in Verwendung hat. 1877 Liter Kofferraumvolumen bei allen umgelegten Sitzen im Fond sind ein beachtlicher Wert. Die Heckklappe schwingt, je nach Ausstattung, elektrisch betrieben auf und zu (das kann man deaktivieren, von Hand geht die Bedienung aber ziemlich streng).

Nissan bietet den X-Trail derzeit nur mit einer Motorisierung an, nämlich einem 1,6-l-Dieselmotor, der 130 PS leistet. Der passt grundsätzlich gut in ein SUV dieser Art, nur in puncto Geräuschkulisse gibt’s heute laufruhigere Diesel und im untersten Drehzahlbereich würde man sich etwas mehr Schmalz wünschen. Dafür bleibt der Testverbrauch mit unter 7 Litern absolut im Rahmen.

Geschaltet wird mittels 6-Gang-Getriebe und optional kann man den X-Trail auch mit Allradantrieb kaufen: Das System kennt man. Entweder man wählt Frontantrieb, Allradantrieb mit fester Verteilung oder lässt die Elektronik entscheiden, wann Kraft an die Hinterräder geleitet wird.

In puncto Ausstattung wirkt der X-Trail ziemlich komplett, vor allem, wenn man die Tecna-Version nimmt. Das vorbildliche Safety Shield mit diversen Assistenzsystemen haben aber alle serienmäßig dabei. Der X-Trail kostet als Tecna 1,6 DCi 4x4 ab € 40.463,–.

Nissan X-Trail 1,6 dCi 4x4

Antrieb: 4 Zylinder, Diesel, Direkteinspritzer, 2 oben liegende Nockenwellen, 4 Ventile/Zylinder, Alu-Zylinderkopf und-block; Allradantrieb, 6-Gang-Schaltgetriebe;

Hubraum: 1598 cm³

Leistung: kW/PS: 96 kW/130 PS maximales Drehmoment: 320 Nm bei 1750 U/min

Spitze 186 km/h, 0–100 in 11,0 Sekunden; Euro 5.

Fahrwerk: Selbst tragende Karosserie, Hilfsrahmen, vorn McPherson-Federbeine, Dreieckquerlenker, hinten Mehrlenkerachse, vorn/hinten Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer, Scheibenbremsen (vorn innen belüftet), Zahnstangenlenkung mit elektrischer Servounterstützung, ABS, elektronische Bremskraftverteilung (EBD), elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), Berganfahr-Assistent.

Maße (L x B x H): 4640 x 1820 x 1715 mm Wendekreis: 11,2 m Radstand: 2705 mm Böschungswinkel: vorn/hinten 18/26 Grad Rampenwinkel: 20 Grad Wattiefe: k.A. Bodenfreiheit: 210 mm Gewicht: 1655 kg Gesamtgewicht: 2160 kg Kofferraum:135–1982 Liter Anhängelast:gebremst/ungebremst 2000 kg/750 kg Tankinhalt: 60 l

Bremsweg kalt: 36,1 m Bremsweg warm: 36,7 m

Normverbrauch: 5,3 l/100 km 139 g/km CO²

Testverbrauch: 6,8 l/100 km

Preis: 40.463 €

Preis Testwagen: 43.283 €

Motorbezogene Versicherungssteuer: 538,56 €