Toyota Verso

© Daniel Schubert

News
07/08/2013

Toyota Verso: Mehr Dynamik für die Familie

Was den Familienvan nach der Überarbeitung in der Praxis auszeichnet.

Nach dem Ende des Corolla im Jahr 2007 verlor zwei Jahre später auch der Corolla Verso den seit Modellgenerationen bestehenden Namen und heißt seither nur noch Verso.

Der Familienvan kommt nun mit aufgefrischter Optik und ackert im Feld der sportlich dynamischen Familienkutschen, das bisher mehr oder weniger dem größeren Ford S-Max vorbehalten war.

Zwar war der Toyota Verso auch bisher kein hässliches Entlein, aber mit der Dynamik des aktuellen Modells konnte er nicht mit. Die Front wirkt nun breiter, gedrückter und streng nach vorne orientiert. Die Veränderungen am Heck sind allerdings nicht der Rede wert.

Bei gleichem Einstiegspreis für die Basisversion (€ 22.220,–) zeigt sich der Verso nun etwas großzügiger ausgestattet und innen mit hochwertigeren Materialien und Chromleisten da und dort.

Licht und Schatten

Hat man auf den bequemen Sitzen Platz genommen, findet man sich gleich gut zurecht im lichtdurchfluteten Cockpit (dem optionalen Panoramadach sei Dank).

Alles sitzt dort, wo man es erwartet – mit einer Ausnahme: Die Tasten für die Sitzheizung sind nicht nur erst auf den dritten Blick zu finden, sondern sind dermaßen unpraktisch unter der Mittelarmlehne platziert, dass man beim Versuch, den Allerwertesten aufzuheizen, entweder die Armlehne wegklappen muss oder ein verstauchtes Handgelenk riskiert.

Luxus für Fondgäste

Wunderbar flexibel zeigte sich im Gegenzug die zweite Sitzreihe mit in der Neigung verstellbaren Lehnen und drei verschiebbaren Einzelsitzen, was den geräumigen Kofferraum noch flexibler macht.

Serienmäßig findet sich unter dem Kofferraumboden jede Menge extra Stauraum, der für € 500 jedoch gegen zwei weitere Sitze getauscht werden kann.

Die Tankuhr des Verso zeigte sich im Test lange unbeeindruckt von der immer größerer werdenden Leere im Tank. Nachdem der nervenschwächere Fahrer bei 25 km Reichweite die Nerven weggeworfen hatte und das Navi um eine Tankstelle bat, fühlte sich schließlich auch die Tankanzeige bemüßigt, sich zu melden: bei 21 km Restreichweite.

Sofern also genug Sprit zur Verfügung stand, war der 1,8-l-Benziner (147 PS) in Verbindung mit der stufenlosen Automatik ein zuverlässiges und leises Aggregat, das sich im Test 9,9 Liter auf 100 Kilometer durch die Zylinder zog.

Unterm Strich bietet der Toyota Verso auch nach der Überarbeitung – wie gehabt – gute Qualität und fünf Jahre Garantie zu einem fairen Preis.

Toyota Verso 1,8

Antrieb:4-Zylinder, Benzin, 2 oben liegende Nockenwellen, 4 Ventile/Zylinder, Alu-Zylinderkopf, variable Ventilsteuerung (VVT); stufenloses CVT-Getriebe, Frontantrieb; Spitze 185 km/h, 0–100 in 11,1 Sekunden; Euro 5.

Hubraum: 1798 cm³

PS/kW: 147/108

maximales Drehmoment:180 Nm bei 4000 U/min

Fahrwerk: Selbst tragende Karosserie, Einzelradaufhängung, vorn McPherson-Federbeine, Querlenker, hinten Verbundlenkerachse, vorn/hinten Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer, Stabilisatoren, Scheibenbremsen (vorn innen belüftet), elektrische Servolenkung, elektronisches Antiblockiersystem ABS, elektronisches Stabilitätsprogramm/VSC (ESP).

Maße (L x B x H):4460 x 1790 x 1620 mm

Wendekreis: 11,2 m Radstand: 2780 mm Kofferraum: 484–1575 Liter

Zuladung: 585 kg Gesamtgewicht: 2125 kg Tankinhalt: 55 Liter

Normverbr.: 6,8 l/100 km 159 g/km CO²

Testverbr.: 9,9 l/100 km

Preis:27.600 €

Preis Testwagen:31.500 €

Motorbezogene Versicherungssteuer:554,40 €