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Studie: Realer Spritverbrauch weicht wieder mehr von Herstellerangaben ab

Durch Einführung des WLTP-Zyklus sollten die realen Verbrauchswerte eigentlich nur mehr wenig von den Herstellerangaben abweichen.

01/31/2024, 10:27 AM

Neuwagen brauchen einer Studie zufolge im realen Betrieb wieder spürbar mehr Sprit als von den Herstellern selbst angegeben. Die Differenz sei trotz der Einführung des neuen Fahrzeugprüfverfahrens WLTP zwischen 2018 und 2022 gestiegen, teilte das International Council on Clean Transportation (ICCT) am Mittwoch zu seiner Untersuchung von CO2-Emissionsdaten der Europäischen Umweltagentur und realen Kraftstoffverbrauchsdaten von mehr 160.000 Fahrzeugen mit. 

2018 hätten die Autos noch acht Prozent mehr Sprit verbraucht als vom Hersteller angegeben - 2022 seien es bereits 14 Prozent mehr gewesen. Die Analyse zeige, dass die Differenz zwischen den offiziellen Angaben und den realen CO2-Emissionen wieder wachse, sagte ICCT-Wissenschaftler Jan Dornoff. „Wird hier nicht gegengesteuert, verlieren die offiziellen CO2-Emissionswerte zunehmend an Aussagekraft für die tatsächlichen Emissionen.“ Das führe dazu, dass Verbraucher mehr für Kraftstoff bezahlen müssten als erwartet.

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Der Prüfzyklus WLTP wurde 2017 eingeführt und löste den bis dahin geltenden Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ab. Ziel war es, realistischere Verbrauchswerte zu erhalten: Der Zyklus soll ein Fahrverhalten abbilden, das näher an der Realität im Straßenverkehr ist als der NEFZ-Zyklus. Unmittelbar nach Einführung von WLTP sei die Differenz zwischen Labor- und realen Verbrauchswerten von 33 Prozent auf acht Prozent geschrumpft, hieß es in der Studie. 

„Wir beobachten die wachsende Differenz zwischen angegeben und tatsächlichen Kraftstoffverbräuchen seit Anfang der 2010er Jahre“, sagte Peter Moch, Geschäftsführer des ICCT Europe.

Der International Council on Clean Transportation (ICCT) ist eine unabhängige, gemeinnützige Forschungsorganisation, die gegründet wurde, um spezialisierte, objektive und bedarfsgerechte Forschung sowie technische und wissenschaftliche Analysen für Umweltbehörden bereitzustellen.

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