© Ferrari, VW, Honda, Land Rover

Rückblick

Unsere Gefährten des Jahres

Im Jahr lernt die KURIER-Mobilität-Redaktion Hunderte neue Autos kennen. Diese haben uns begeistert

12/24/2022, 05:00 AM

Mobil zu sein ist ein inneres, grundlegendes Bedürfnis des Menschen. Mobil sein ist Freiheit. Eine Mobilitätswende wird herbeigewünscht und schreitet (langsam) voran. Die Realität ist: Autos sind immer noch unsere Begleiter und werden es wohl noch lange sein. Hoffentlich in einer planetenfreundlichen Version.

Auch wir gehen mit auf die Reise: Es geht mittlerweile viel seltener ausschließlich darum, wie leistungsstark ein Auto ist. Vielmehr fragen wir uns, wie alltagstauglich ist es? Wie schnell kann man ein Elektro-Auto aufladen? Wie weit kommt man damit im Winter? Wie viele Kindersitze haben nebeneinander Platz? Welche Antriebssysteme haben Zukunft? Wieso explodiert eine Wallbox? Wieso werden Autos immer schwerer?

Wir werden diesen Fragen im neuen Jahr weiter intensiv nachgehen und Details und Geschichten rund ums Auto stärker in den Fokus rücken. Was wir Ihnen noch bieten können? Viele Erfahrungs- und Vergleichswerte, denn wir testen im Jahr Hunderte Autos. Die Nachfolgenden haben uns Redakteurinnen und Redakteure besonders überzeugt.

Die Testberichte zu den genannten Autos finden Sie am Textende

Die Favoriten von Sandra Baierl

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Ich nannte ihn Freund Nummer 5 und genau so habe ich dieses Auto in Erinnerung:  der ID.5 ist der größte Elektro-SUV von VW und bietet, was die Nutzerin braucht: ausreichend Platz mit 4,6 Metern Länge, ausreichend Reichweite mit  450 Kilometern (laut WLTP  544 km mit der 77-kWh-Batterie),   Bedienfreude durch seine   Kommunikation. Der ID.5 zwinkert und leuchtet,  hilft mit Lichtsignalen beim Navigieren und ist überhaupt sehr zuvorkommend und mitwirkend, ohne dass sich das je übergriffig anfühlt.  Da ist viel Technik und IT und sie funktioniert.  Mit dem    „Travel Assist“ etwa behält der ID.5 das Verkehrsgeschehen im Auge, tastet umliegende Autos und Hindernisse ab, steuert Tempomat  und hält auf Abstand: teilautonomes Fahren höchster Güte. Und insgesamt herrlich  alltagstauglich. Der Pro Performance beginnt preislich ab 54.790 Euro.

In der Oberklasse spielt der zweite Favorit. Eines der mächtigsten SUV, nobel,   edel  und einfach toll zu fahren. Der  neue Range Rover in fünfter Generation besticht durch seine Leichtgängigkeit (trotz 5,05 m Länge), Stärke und durch Komfort. Mit ihm muss man auf die Langstrecke  oder ins Gelände. Die Queen wusste schon, warum das ihr Lieblingsauto war. Meines wär’s auch ... – ist aber leider erst ab 147.126 Euro zu haben. 

Die Favoriten von Andrea Hlinka-Fröschl

Brösel auf dem Boden, Fußabdrücke auf der Hinterseite  der  Sitzlehnen, Blätterwerk im Kofferraum. Ja, wir benutzen die Autos tatsächlich in Alltagssituationen.  Vor jedem neuen Testauto fragen die Kinder: Welche Marke? Welche Farbe? Ist es ein Bus? Sie lieben Busse. Und Schiebetüren  und viel Platz. Daher durften sie heuer (anhand von Fotos der jeweiligen getesteten Autos)  mitentscheiden. Und gewonnen haben: Der  T7 Multivan von VW. Es war das erste Auto, das wir heuer Anfang des Jahres testen durften. Es stimmte alles: Platz, Farbe, Komfort für alle. Nur  für uns mit  rund  53.000 Euro Startpreis etwas zu teuer. 
Ebenso gefallen hat der  Elektro-Rifter von Peugeot, weil ebenso groß und noch dazu leise, da rein von einem Elektroantrieb  bewegt.  Einzig die Reichweite war nicht optimal (realistisch rund 200 km und es war noch nicht kalt). Für die Kurzstrecke ist er allerdings optimal. 

Und weil die Farbe (rubellitrot metallic) den  Kindern so gut gefallen hat und der Preis den Eltern (ab rund 28.000 Euro), muss auch dieser  in die Liste: die neue  Mercedes T-Klasse. Man kennt ihn irgendwie schon, denn er ist auf Basis des Renault Kangoo gebaut. Doch dieser hier hat mehr als nur einen Stern auf Front und Heck zur Unterscheidung bekommen. Er kommt viel edler daher und ist dafür erschwinglich.   

Die Favoriten von Michael Andrusio

Es gehört immer noch zu den schöneren Erfahrungen für einen Motorjournalisten, in Italien einen Ferrari zu testen. Im konkreten Fall den 296 GTS. Dass die Fahrleistungen mit 830 PS aberwitzig sind, überrascht nicht. Auch nicht, dass das Ding so klingen kann, wie man es von einem Ferrari erwartet. Auch wenn der Verbrenner „nur“ sechs Zylinder hat. Der 296 ist ein Hybrid, also arbeiten Elektro- und Verbrennermotor zusammen.  Vor allem kann man auch ca. 25 km rein elektrisch fahren. Mit einem Ferrari rein elektrisch zu fahren – noch dazu bei offenem Dach – ist eine ganz neue Erfahrung. Und wir haben die Vögel zwitschern gehört – in einem Ferrari! Abgesehen davon ist der 296 GTS ein faszinierender Sportwagen. Dynamisch, exakt in der Lenkung und natürlich sehr teuer (fast 350.000 Euro). Atemberaubend schön ist der GTS auch –  mit oder ohne Dach. Nur die Digitalisierung im Cockpit ist, sagen wir, gewöhnungsbedürftig. 

Dass man auch  tolle Sportwagen ohne ausufernde PS-Zahlen bauen kann, zeigt Toyota mit dem GR 86. Es reichen ein sonor klingender Boxermotor mit 234 PS, Heckantrieb, Schaltgetriebe und eine schnörkellose Optik – fertig ist das Sportcoupé. Der GR 86 will gefahren werden und hat unsereins mehr mit dem Fahrspaß und weniger mit Infotainment-Tand zu unterhalten verstanden. Erfreulich: Der Preis des Toyota bleibt unter 40.000 Euro. 

Die Favoriten von Horst Bauer

Mein Auto 2022 ist der Honda Civic e:HEV: Weil er das derzeit für die tägliche Fahrpraxis sinnvollste Hybrid-System für alle bietet, die keinen Zugang zu Ladesäulen haben, aber auch ihren Beitrag zur -Reduktion leisten wollen. Weil sie mit dem Honda Civic e:HEV dabei nicht auf Fahrspaß verzichten müssen und weil es beeindruckend ist, wie rasch Honda die anfänglichen Schwächen der e:HEV-Technik ausgebügelt hat. Und nicht zuletzt, weil der  Civic als sportliche Limousine mit praktischer Heckklappe und niedriger Dachlinie einen feschen Gegenentwurf zu den auch in dieser Klasse grassierenden SUV bietet. 

Ebenfalls ein Favorit: der Alfa Romeo Tonale. Weil es hoch an der Zeit war, der Kult-Marke aus Italien neues Leben einzuhauchen, und es beeindruckend ist, mit wie viel Herzblut man daran arbeitet, den traditionellen Schwachpunkt Produktionsqualität zu einer neuen Stärke von Alfa Romeo zu machen. Weil der Digitalisierungsaufwand nicht für  autonomes Fahren verheizt, sondern für die  erstmals mögliche, nur dem Besitzer zugängliche, lückenlose Dokumentation der Fahrzeugdaten via NFT-Technologie genutzt wird. Und weil das neue Management das Herz hatte, den Marktstart des  Plug-in-Hybrid  zugunsten einer Verbesserung der elektrischen Reichweite zu verschieben.

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