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News
09/30/2021

Von selbstfahrenden Fitness-Studios und anderen Visionen

Citroen hat sich mit zwei Partnern zum Urban Collectif zusammengeschlossen und präsentiert unorthodoxe Mobilitätslösungen für die Zukunft.

von Michael Andrusio

Zugegeben, es wirkt noch alles sehr futuristisch, was sich Citroen mit seinen Partnern Accor und JCDecaux da ausgedacht hat. Ein selbstfahrendes, elektrisches Skate, das sich den gewünschten Aufbau, genannt Pod, schnappt und dann durch die City kurvt. Aber man denkt in der Abteilung Zukunftsprojekte über Mobilitätslösungen für zunehmend verstopftere Innenstädte nach, erklärt uns Anne Laliron von Citroens Abteilung für Zukunfts-Produkte. „Die Idee des Skate haben wir von unseren selbstfahrenden Robotern in den Fabriken abgeleitet, als wir uns die Automatisierung dort angesehen haben“ so Laliron. Aber, autonom fahrende Produkte brauchen eine hohe Auslastung, um profitabel zu operieren, erklärt sie. Deswegen kam man zur Idee der Skate-Plattform, die 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche fahren würde.

Und dazu präsentiert man mit den Partnern drei unterschiedliche Aufbauten, die sich das Skate je nach Bedarf schnappen würde. Den JCDecaux City Provider, ein Transporter mit einem geschlossenen und einem offenen Bereich für die Fahrgäste, den Sofitel en Voyage, ein luxuriöser Transporter, der Gäste von einem Sofitel-Hotel abholt oder hinbringt und – als schrulligste Lösung – den Pullman Power Fitness, ein Fitness-Studio, in dem man sich am Ergometer oder Rudergerät abstrampelt, während man irgendwohin gebracht wird. „Aber wir haben schon weit mehr Ideen als diese. Vor allem aber sind wir immer wieder erstaunt, mit welchen Ideen unsere Kunden kommen“, lacht Anne Laliron.

Mit der Technologie des Citroën Skate ist dank des Open-Source-Ansatzes, der es jedem Dritten ermöglicht, einen Pod zu entwickeln, der mit den technischen Spezifikationen des Skate kompatibel ist, alles möglich. Städte, Behörden und Unternehmen können die Technologie des Citroën Skate nutzen, indem sie ihre eigenen Pods für den Personentransport, für Dienstleistungen oder Konsumgüter in öffentlichen oder privaten Räumen wie Flughäfen, Fabriken oder Kongresszentren entwickeln

Die Pods im Detail: Sofitel En Voyage ist der erste Pod, der aus der Zusammenarbeit zwischen Accor und Citroën hervorgegangen ist. Der Pod ist mit automatischen Glasschiebetüren ausgestattet, die es zwei bis drei Passagieren ermöglichen, bequem an Bord zu sitzen, während ihr Gepäck in einem eigenen Fach untergebracht ist. Eine LED-Leiste im Innenraum zeigt Informationen in Echtzeit an, wie Nachrichten, Wetter, Ankunfts- und Reisezeiten.

Die Fahrgäste haben zudem eine Bar, ein Soundsystem, Induktionsladegeräte und eine konfigurierbare Stimmungsbeleuchtung zu ihrer Verfügung.

Im Pullman Power Fitness Pod kann der alleinige Nutzer unabhängig trainieren, mit dem Rudergerät auf der einen und dem Fahrrad auf der anderen Seite, während er durch die Stadt fährt. Das Fitness-Studio auf Rädern bekommt ein Glasdesign mit dichroitischen Mustern in Form von Jalousien. Auf diese Weise wird die Privatsphäre der Bewohner geschützt, während gleichzeitig der Blick nach draußen erhalten bleibt. Übrigens kann die beim Radeln gewonnene Energie in die Batterie des Skates eingespeist werden.

JCDecaux City Provider ist aus der Partnerschaft zwischen Citroën und JCDecaux hervorgegangen, dem Weltmarktführer für Außenwerbung. Als echte Ergänzung zwischen öffentlichem und privatem Verkehr wäre der JCDecaux City Provider eine innovative Lösung für den Stadtverkehr auf Abruf, die für alle Nutzer zugänglich ist. JCDecaux City Provider bietet zwei einladende Räume, die sich unter einem begrünten Dach gegenüberliegen: einen offenen Bereich, der durch ein Vordach vor der Witterung geschützt ist, und einen geschlossenen und hellen verglasten Bereich mit einer originellen Anordnung von Stimmungslichtern. Bis zu fünf Personen können an Bord gehen und in einer komfortablen und hellen Umgebung reisen, die eine gute Sicht auf die Stadt bietet.

Die Skate-Plattform würde induktiv geladen werden und vor allem bräuchte man eigene Spuren, zumal das Ding maximal 25 km/h schnell fährt. Interessant die Lösung für die Räder. Hier liefert Goodyear omnidirektionale 360-Räder (eigentlich Kugeln), wobei jedes von acht kleinen Elektromotoren angetrieben bzw. gesteuert wird. Damit kann sich die Elektroplattform in jede beliebige Richtung bewegen. Die Skate-Plattform wiegt rund 500 kg, ein Pod-Aufbau zwischen 500 und 800 kg.

Einen Zeitrahmen, wann derartige Mobilitätslösungen tatsächlich auf den Straßen auftauchen könnten, nennt man bei Citroen noch nicht.

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