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04.08.2012

Vernetztes Auto: Aussicht auf tiefe Einblicke

Wie Delphi einen nahtlosen Zugang zu Infotainment im Auto bieten und gleichzeitig die Sicherheit erhöhen will.

Weltweit sieht die Autobranche zwei Megatrends: Den Ruf nach mehr Sicherheit und das Bestreben vieler Kunden, auch im Auto permanent Zugang zu Informationen und Unterhaltungsmedien zu haben.

Grundsätzlich bringt das Bestreben nach mehr Sicherheit eine immer umfassendere Assistenz des Lenkers im Fahrzeug. Diese "Arbeitserleichterung" führt aber nicht zwangsläufig zu höherer Konzentration auf die eigentliche Fahraufgabe oder zur Entlastung, um im Notfall besser reagieren zu können. Vielmehr nützen viele Autolenker die neuen Freiheiten für "fahrfremde" Tätigkeiten.

Der Zulieferkonzern Delphi (siehe Porträt) ist überzeugt, dass beides möglich ist: Mehr Fahrsicherheit und interaktiv zu sein.

Einerseits arbeitet Delphi intensiv an neuen, auch für Mittelklasse-Pkw leistbaren Assistenten zur Unfallvermeidung sowie an der in ein paar Jahren startenden Fahrzeug-Fahrzeug- oder Fahrzeug-Infrastruktur-Kommunikation. Dabei warnen sich technisch entsprechend ausgerüstete Fahrzeuge gegenseitig oder via Infrastruktur (etwa Ampeln) automatisch vor Gefahren (z. B. Glätte), Staus oder Problemen.

Anderseits sollen die Bereiche Infotainment, Vernetzung und Co. im Auto so integriert werden, dass der Lenker die Technologien wie Internet im Auto zwar nutzen kann, sich aber dennoch aufs Fahren konzentrieren können soll.

MyFi

Unter dem Namen "MyFi" bietet Delphi Autofahrern eine offene Architektur an für Funktionen wie Bluetooth, WLAN, Telefon, natürliche Spracherkennung, Freisprechbedienung und Audio-Streaming. Damit sind Smartphone-Apps, Remote-Server und Cloud-basierte Dienste im Auto nutzbar.

Erstmals in Serie ging ein MyFi-System im "Connected Navigation Radio" 2010 im Audi A1. Auf dem Autosalon in Genf zeigte Delphi heuer im Demofahrzeug von Sbarro die nächste Stufe mit uneingeschränkter Fähigkeit zum Herunterladen von TV- und Internet-Streams auf ein Endgerät im Auto, etwa ein Smartphone, vorausgesetzt, die Netz-Infrastruktur erlaubt’s.

Auch gegen Ablenkung des Fahrers hat Delphi passende Lösungen: Entsprechende Kameras und Sensoren sollen "aufpassen", ob er den Blick von der Fahrbahn wendet oder nicht beide Hände am Lenkrad hat und entsprechend warnen.

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