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02/01/2022

Vespa: Die italienische Kultmarke ist 900 Millionen Euro wert

Der Kultroller ist gefragter denn je: Die Marke Vespa ist 906 Millionen Euro wert

Vespa, das ist die erste Freiheit mit 16. Urbanes Lebensgefühl. Italienische Flair. Ein Design, das nie alt wird.

75 Jahre gibt es den Kultroller von Piaggio, das Design hat sich weiterentwickelt, ohne seinen ursprünglichen Charakter zu verlieren. Immer noch erkennt man die Vespa an ihren auslandenden Kotflügeln, dem großen Scheinwerfer.

Im April 1946 stellte Piaggio die Vespa 98 der Öffentlichkeit vor, das erste Modell dieses Gefährts, das Geschichte schreiben sollte. Mit dem Entwurf des ersten Modells wurde der Luftfahrtingenieur Corradino D’Ascanio beauftragt. Da Enrico Piaggio ein neuartiges Gefährt schaffen wollte, fiel seine Wahl auf jemanden, der nichts mit der Motorradfabrikation zu tun hatte. D’Ascanio wollte das Zweirad revolutionieren und erfand die tragende Karosserie, ohne Rohrrahmen. Einzgartig ist die Fahrposition, die an die Haltung eines bequem im Sessel sitzenden Menschen erinnert. Heute kann man sich nicht mehr vorstellen, wie revolutionär das Design der Vespa für ein Motorrad war. Die vordere Radaufhängung war dem Fahrgestell von Flugzeugen nachempfunden, die Schaltung befand sich links vom Lenkrad, in einem Block zusammen mit dem Kuppelungshebel, der Motor war hinten unter dem Fahrgestell untergebracht.

Die Vespa verkörperte damals wie heute Glück, Lebensfreude und Optimismus. Sie entstand nach dem zweiten Weltkrieg, als man die Tragödien des Krieges vergessen wollte. Mit der Vespa begann die erste Motorisierungswelle in Italien, lange vor der Einführung des Fiat 500 im Jahr 1957. Alle konnten und wollten sich eine Vespa leisten und sie in Raten zahlen.

Weltmarke mit großem Wert

Der weltweite Erfolg des größten europäischen Zweiradproduzenten Piaggio spiegelt sich auch in spektakulären Zahlen zum Markenwert von Vespa wieder: Ein Umfragebericht des Markenberatungsunternehmens Interbrand zeigt, dass Vespa 2021 mit einem Markenwert von 906 Millionen Euro glänzt. 

Nach einem erfolgreichem 75. Jubiläumsjahr 2021 freut sich der italienische Zweiradproduzent Piaggio über einen weiteren Meilenstein: Seit der Gründung 1946 wurden mehr als 19 Millionen Roller produziert und verkauft. Speziell im letzten Jahr war Vespa damit beschäftigt, die Marke international weiterzuentwickeln, etwa mit der neuen Vespa 946 Christian Dior, einer Zusammenarbeit mit Justin Bieber und der globalen Resonanz, die durch den Disney Pixar Film „Luca“ ausgelöst wurde, in dem eine Vespa eine der Hauptrollen einnahm.

 

906 Millionen Euro: Wie der Markenwert berechnet wird

Bei der Ermittlung des finanziellen Wertes der Marke Vespa wurde auf die Kompetenz des Markenberatungsunternehmens Interbrand gesetzt. Dabei wurden bewährte Markenbewertungsverfahren eingesetzt, die eine umfassende Reihe von Parametern, Marktdaten und quantitative Studien in den zehn wichtigsten Märkten von Vespa einbezogen haben. Zu den wichtigsten Faktoren, die zum Gesamtergebnis der Markenstärke von Vespa beitrugen, gehörte die Unverwechselbarkeit innerhalb der des Zweirad-Segments, die Einzigartigkeit und der hohe Wiedererkennungswert des Produktdesigns und die 75 Jahre lange Tradition. Auch die Affinität spielt eine wichtige Rolle bei der Berechnung des Markenwerts – sie unterstreicht die starken positiven Gefühle von Kundinnen und Kunden gegenüber der Marke. Insgesamt spielt Vespa in einem Bereich, der weit über die Mobilität hinausgeht und zentrale Bedürfnisse wie Selbstdarstellung und Unterhaltung anspricht. "Die hohe Nachfrage und das positive Kundinnen- und Kundenfeedback zeigt uns, dass Vespa auch weiterhin eine große Zukunft bevorsteht", kommentiert Josef Faber, CEO der Faber GmbH und Generalimporteur von Vespa in Österreich das starke Ergebnis. Für Josef Faber, CEO der Faber GmbH, ist die Vespa eine der erfolgreichsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts.

Hintergrund: Das Unternehmen

Das italienische Unternehmen Piaggio wurde 1884 in Genua von Rinaldo Piaggio gegründet und produzierte ursprünglich Schiffsteile. Die Piaggio-Gruppe hat ihren Unternehmenssitz in Pontedera und produziert die Marken Aprilia, Piaggio, Vespa, Gilera, Derbi und Moto Guzzi. Die „Vespa“ wurde von Piaggio 1946 auf den Markt gebracht. Piaggio produziert jährlich mehr als 480.000 Fahrzeuge an 8 Produktionsstandorten (4 in Italien, je 1 in den USA, Indien, China, Vietnam) und ist in 125 Staaten tätig. Der österreichische Piaggio-Generalimporteur Faber sorgt mit den Zweiradmarken Vespa, Piaggio, Moto Guzzi, Derbi, Scarabeo und Gilera für italienisches Flair auf Österreichs Straßen.

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