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News
12/05/2011

Virus-Bekämpfung

Wie Ideen à la Car2go Europas Jugend vor dem japanischen Virus bewahren sollen.

von Maria Brandl

Die Szene war symptomatisch. Die Verkaufsrekorde des chinesischen Auto- und Batterieherstellers BYD sind so groß, dass sie über die riesige Wand des Wiener Kongresszentrums hinausragten. "Die Wand ist zu klein", grinste der Redner auf dem A3PS Eco-Mobility -Kongress des Innovationsministeriums.

Nicht nur BYD-Manager beginnen zu strahlen, wenn's um China geht. Bei Mercedes & Co. ist's nicht anders.

Doch es gibt auch mahnende Stimmen. Trotz des enormen Hungers der Chinesen nach Luxusautos: Der überwiegende Teil der Menschheit lebt außerhalb von China. Und da gelten ganz andere Anforderungen. Aber vor nichts fürchten sich Autohersteller derzeit mehr als vor dem Übergreifen des japanischen Virus: der Null-Bock-Stimmung auf Autos in Japans Jugend.
Noch trösten sich Automanager damit, dass in Europa und Nordamerika allein die Zersiedelung einen großflächigen Verzicht auf Autos unmöglich macht. Aber auch hier steigt der Anteil von Jugendlichen ohne Führerschein rasant und wird mit der weiteren Verstädterung weiter verstärkt. Selbst beim "Mutterkonzern" des Automobils, bei Daimler, haben immer mehr Mitarbeiter keinen Führerschein, so ein Redner.

Umso größer sind die Hoffnungen, mit neuen Fahrzeugkonzepten, vor allem frechen E-Vehikeln, Jugendliche für Autos zu interessieren. Oder mit Mobilitätskonzepten wie "Car2go", einem modernen Car-Sharing-System, das nun auch in Wien startet.

Für die Autohersteller gilt: Besser ein geteiltes Auto verkauft als gar keines.

Den Versuch ist es wert. Auch für den Kunden.

maria.brandl(at)kurier.at

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