News 22.03.2012

Volvo heizt mit Ethanol

Volvo heizt mit Ethanol
© Werk

Die Schweden wollen Autofahrer für E-Mobilität erwärmen. Für Ende 2012 ist der Österreich-Start eines Hybridautos geplant.

Die ersten zwei E-Volvos sind bereits in Vorarlberg, sechs weitere C30 Electric sollen bis Mitte 2012 an heimische Firmen geliefert werden. Für sie gibt es hohe öffentliche Förderungen. Beim Preis von 55.000 € inkl. Akkus und Wartung ein attraktives Argument.

Ein Verkauf an Privatpersonen ist, so Thomas von Gelmini, Volvo Austria, nicht geplant. Insgesamt werden vom C30 Electric 250 Stück gebaut. Die Karosserie kommt aus dem Werk in Gent, die Elektrifizierung erfolgt in Schweden. Den E-Motor (111 PS/82 kW, 220 Nm) liefert die Schweizer Firma Brusa (die auch den "Zerotracer" antreibt, Motor-KURIER 9.3.).

Die zwei je 140 kg schweren Lithium-Akkus (24 kWh) stammen aus den USA. Wichtige Steuerungselektronik kommt dagegen von der Wiener TTTech. Der C30 Electric ist mit Haushaltsstrom zu laden. Ein Schnellladesystem gibt’s nicht. Die vollständige Aufladung beträgt acht bis 10 Stunden. Der C30 Electric braucht 13 sec für die 0 auf 100, die Spitze liegt bei 130 km/h, die Reichweite soll 150 km betragen.

Als Besonderheit setzt der Volvo auf eine Zusatzheizung, die mit Ethanol oder, falls kein Ethanol verfügbar, wie in Vorarlberg mit Benzin betrieben wird. Damit lassen sich Batterien wie Innenraum deutlich schneller als heute bei E-Autos üblich auf die richtige Temperatur bringen, ohne dass die Reichweite im Eiltempo dahinschmilzt. Aufschlüsse über die Praxis erwartet sich Volvo dank der Daten, die alle C30 Electric alle zwei Stunden nach Schweden übermitteln.

Ausblick

Vom C30 Electric wird’s eine zweite Generation geben, mit Siemens als Lieferanten der Elektronik/Elektrik. Für Ende 2012 ist der Österreich-Start des V60 mit Plug-in-Hybridantrieb geplant, ein Hybridauto, dessen Akkus auch an der Steckdose aufladbar sind. Preis: ab € 57.400,–.

(Kurier) Erstellt am 22.03.2012